RTL/ntv Trendbarometer / Forsa Aktuell: Unionüberholt SPD / Mehrheit der Bundesbürger durch Ukraine-Krise beunruhigt
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Im aktuellen RTL/ntv Trendbarometer gibt es bei den Parteipräferenzen im Vergleich zur Vorwoche deutliche Veränderungen: Mit 27 Prozent (plus 3) liegen CDU/CSU jetzt 4 Prozentpunkte vor der SPD mit 23 Prozent (minus 2). Zuletzt lag die Union Mitte August 2021 vor der SPD. Die FDP verliert einen Prozentpunkt und fällt mit 9 Prozent unter die 10-Prozent-Marke. Die Werte für alle anderen Parteien bleiben unverändert. Die Grünen liegen weiterhin bei 16 Prozent, die Linke bei 6 Prozent, die AfD bei 10 Prozent und Sonstige bei 9 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen entspricht mit 23 Prozent in etwa dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl (23,4%).
Wenn die Wahlberechtigten ihren Kanzler direkt wählen könnten und die Wahl zwischen Olaf Scholz und Friedrich Merz hätten, würden sich nur noch 43 Prozent für Scholz (ein Minus von 5 Prozentpunkten im Vergleich zur Vorwoche) und 21 Prozent für Merz entscheiden. Von den Unions-Anhängern würde sich die Hälfte (50%) für Merz entscheiden, von den SPD-Anhängern würden 85 Prozent Olaf Scholz bevorzugen.
55 Prozent trauen keiner Partei die Problemlösung in Deutschland zu
18 Prozent aller Wahlberechtigten (2 Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche) trauen der SPD zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden. 9 Prozent trauen der Union, 7 Prozent den Grünen, 5 Prozent der FDP und 6 den sonstigen Parteien politische Kompetenz zu. Mehr als die Hälfte (55%) der Wahlberechtigten traut weiter keiner Partei die Lösung der Probleme in Deutschland zu. 23 Prozent der Bundesbürger erwarten, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verbessern werden, 51 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus. 24 Prozent rechnen mit keiner Veränderung der wirtschaftlichen Lage.
86 Prozent der Bundesbürger durch Ukraine-Krise beunruhigt
Wie bereits in der vergangenen Woche ist eine große Mehrheit der Bundesbürger (86%) durch die aktuellen Auseinandersetzungen zwischen der NATO und Russland wegen der Ukraine-Krise weiterhin sehr (37%) oder mindestens etwas (48%) beunruhigt. Nur wenige (13%) beunruhigt der aktuelle Konflikt überhaupt nicht. Überdurchschnittlich häufig davon nicht beunruhigt zeigen sich die Anhänger der Linkspartei und der AfD. Nur rund ein Viertel der Bundesbürger (26%) ist mit dem bisherigen Umgang der Bundesregierung mit der Ukraine-Krise zufrieden. 63 Prozent sind hingegen mit der Art und Weise, wie die Bundesregierung mit dem Konflikt umgeht, weniger oder gar nicht zufrieden. Am ehesten zufrieden mit dem Agieren der Bundesregierung in der Ukraine-Krise äußern sich noch die Anhänger von SPD (50%) und Grünen (58%). Von den Anhängern der FDP sind hingegen nur 13 Prozent mit dem Umgang der Bundesregierung mit der Ukraine-Krise zufrieden und damit ähnlich wenige wie von den Anhängern der Oppositionsparteien.
51 Prozent sind mit Annalena Baerbocks Arbeit unzufrieden
Etwas besser fällt das generelle Urteil über die bisherige Arbeit von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock aus. 36 Prozent der Bundesbürger sind mit ihrer bisherigen Arbeit im Amt insgesamt zufrieden, 51 Prozent allerdings sind auch mit ihrer Arbeit weniger oder gar nicht zufrieden. 13 Prozent trauen sich noch kein Urteil zu. Mehrheitlich zufrieden mit Baerbocks bisheriger Arbeit äußern sich die Anhänger ihrer eigenen Partei (84 %) und die Anhänger der SPD (63 %). Bei den Anhängern aller anderen Parteien - einschließlich der FDP - ist hingegen jeweils eine Mehrheit mit ihrer Arbeit weniger oder nicht zufrieden.
Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/ntv Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.
Die Daten zu den Partei- sowie den Kanzlerpräferenzen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland erhoben. Datenbasis: 2.501 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-2,5 Prozentpunkte. Die Daten zum Ukraine-Konflikt wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 28. bis zum 31. Januar 2022 erhoben. Datenbasis: 1.001 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-3 Prozentpunkte.
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RTL Deutschland
Alisa Mairin Berberich
alisamairin.berberich@rtl.de
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Ansprechpartner bei forsa
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Datum: 01.02.2022 - 14:00 Uhr
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