Zwei Jahre Pandemie: Schüler:innen formulieren Forderungskatalog
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+++ Offener Brief: Schulen in der fünften Welle +++ Junge Menschen fühlen sich von der Politik im Stich gelassen +++ Belastungsgrenze ist erreicht +++ Offener Brief fordert sichere Bildung und Mitbestimmung +++ Aussetzung der Präsenzpflicht und Einführung einer Bildungspflicht +++
Schüler:innenvertetungen von Bund und Ländern sowie Schulsprecher:innen aus ganz Deutschland haben sich mit einem Offenen Brief [1] an Kultusminister:innen und Bundesregierung gewandt. Sie fühlen sich von der Politik im Stich gelassen und kritisieren die Tatenlosigkeit bei der Umsetzung von Maßnahmen, um eine sichere Bildung in Pandemiezeiten zu gewährleisten. Eine der Forderungen ist die Aussetzung der Präsenzpflicht und Einführung einer Bildungspflicht.
Sven Bechen, Listenkandidat der PIRATEN NRW zur Landtagswahl und einer der Unterstützenden kritisiert:"Die bekannten Probleme an Schulen werden für Schüler:innen unter dem Brennglas der Pandemie unerträglich. Zwei Jahre schon hat man es versäumt flächendeckend Luftfilter zu installieren, es wird immer noch auf Maske, Abstand und Lüften gesetzt. Wobei letzteres Schüler:innen gerade in den Wintermonaten zusetzt. Wir mögen eine geringe Wahrscheinlichkeit für schwere Verläufe haben, doch muss man auch anerkennen, dass die Infektionsrate unter Kindern und Jugendlichen mit am höchsten ist. Und dieses Infektionsrisiko sind viele jungen Menschen nicht mehr bereit zu tragen. Zu Recht sage ich."
Unter dem Hashtag #WirWerdenLaut berichten Schüler:innen über ihren schwierigen Schulalltag, psychische und körperliche Belastung, die Angst vor der Ansteckung und Long Covid, die Abschlussjahrgänge sorgen sich um ihre Zukunft.
"Es ist gut, dass wir mitlerweile mehr über die physischen und psychischen Belange der Schüler:innen sprechen. Ziel ist es, für diese jungen Menschen, während der Pandemie einen sicheren Raum zum Lernen zu schaffen. Dabei finde ich das Aussetzen der Präsenzpflicht und die Einführung einer Bildungspflicht vonnöten. Damit könnten die Schüler:innen selbst entscheiden in welcher Form sie am Unterricht teilnehmen und in welcher Form sie sich am sichersten fühlen. So könne auf die Belange der jungen Menschen, die Präsenzunterricht brauchen, sowie auf die Schüler:innen, die sich im Distanzunterricht besser und sicherer fühlen, eingegangen werden. Dabei müssen die Schulen unterstützt werden, welche derzeit in der Digitalisierung zurück liegen, dieses Angebot des Distanzunterrichtes zu schaffen ", ergänzt Bechen.
Die PIRATEN NRW unterstützen die Forderungen der Schüler:innen und kritisieren das alternativlose Festhalten am Präsenzuntericht [2], fehlende Luftfilter [3], und das Komplettversagen bei der längst überfälligen Digitalisierung.
Quellen:
[1] https://cryptpad.piratenpartei.de/file/#/2/file/Mj+zFTUKTsoihyyzeJkoPbQF/
[2] https://ots.de/Z8EKRL
[3] https://ots.de/xAnAAd
[4] https://www.piratenpartei-nrw.de/2021/07/09/piraten-warnen-vergesst-die-kinder-nicht/
Pressekontakt:
Andrea Deckelmann
Presseteam NRW
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Selbecker Str. 22
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Datum: 02.02.2022 - 12:05 Uhr
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