Kuratorium Deutsche Altershilfe: Katastrophenschutz und Sorgesysteme stärken / KDA-Chef Helmut Kneppe lobt beeindruckende Hilfsbereitschaft für Ukraine-Flüchtlinge
ID: 1976576
Der Vorsitzende des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), Helmut Kneppe, fordert angesichts der sich häufenden Krisen und Katastrophen, die Hilfe- und Sorgestrukturen in Deutschland anzupassen und resilienter zu gestalten. Ein Schwerpunkt solle dabei auf der Organisation der Freiwilligen-Hilfe liegen. Kneppe sagte der "Heilbronner Stimme": "Es ist beeindruckend, wie groß die private Hilfsbereitschaft in Deutschland ist. Sei es 2015 bei der Aufnahme der Kriegsflüchtlinge aus Syrien, sei es nach der Flutkatastrophe an der Ahr, sei es jetzt, bei der Aufnahme der Geflüchteten aus der Ukraine. Diesen gesellschaftlichen Konsens der Hilfsbereitschaft gilt es, positiv zu unterstützen." Der Vorsitzende des KDA, das u. a. Nachbarschafts-Netzwerke und ehrenamtliches Engagement vor allem für und mit Senioren organisiert, kritisierte jedoch: "So sehr man sich auf dieses bürgerschaftliche Miteinander und Füreinander verlassen kann, so sind doch Fragen bezüglich der professionellen Hilfs- und Sorgestrukturen angebracht."
Es gehe um zwei Ebenen, den Katastrophen- und den Krisenfall: "Naturkatastrophen und Fluchtereignisse werden in Zukunft eher zunehmen", fuhr Kneppe fort. "In Bezug auf den Katastrophenfall, der ausgerufen wird und in dem die Zuständigkeiten dann recht klar geregelt sind, müssen hilfebedürftige Gruppen bei der Vorsorge stärker mit einbezogen und besser informiert werden. Hier stellt sich etwa die Frage, wie alleinlebende Seniorinnen und Senioren besser auf einen Katastrophenfall vorbereitet werden und im Ernstfall rechtzeitig erreicht werden können. Auch die Hilfe zur Selbsthilfe der Bürgerinnen und Bürger kann gestärkt werden."
"Andererseits", so Kneppe, "geht es um Herausforderungen unterhalb der Katastrophenschwelle, wie die Pandemie oder die Flüchtlingskrisen. Hier müssen die Sorgesysteme in Deutschland krisenfester und resilienter werden. Die Hilfsstrukturen der einzelnen Organisationen müssen angepasst, ertüchtigt und besser koordiniert werden." Es stellten sich Fragen etwa nach dem Umgang mit Flüchtlingen aus unterschiedlichen Kulturkreisen, auf Flüchtlinge mit besonderen Hilfebedarfen, auf Kinder oder Ältere. "Wir müssen unsere Sorgesysteme zum Beispiel stärker kultur-sensibel und diversitäts-sensibel ausrichten", forderte der KDA-Vorsitzende. "Gemeinnützige Organisationen müssen gestärkt werden, so dass sie rasch und gezielt etwa bei der Traumabewältigung helfen können. Nachbarschaftsnetzwerke organisiert werden."
Der komplette Text: https://www.stimme.de/ueberregional/deutschland-welt/politik/dh/altershilfe-die-sorgestrukturen-muessen-krisenfester-werden-art-4622442
Pressekontakt:
Heilbronner Stimme
Hans-Jürgen Deglow
Chefkorrespondent / Berlin
hans-juergen.deglow@stimme.de
Original-Content von: Heilbronner Stimme, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 30.04.2022 - 09:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1976576
Anzahl Zeichen: 2983
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 629 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kuratorium Deutsche Altershilfe: Katastrophenschutz und Sorgesysteme stärken / KDA-Chef Helmut Kneppe lobt beeindruckende Hilfsbereitschaft für Ukraine-Flüchtlinge"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Heilbronner Stimme (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
In der Debatte über neue Corona-Maßnahmen im kommenden Herbst warnt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stephan Tromp, vor scharfen Restriktionen. Tromp sagte der "Heilbronner Stimme": "Die Zeit für radikale Maßnahmen, deren Nutzen
Kritik an Rheinmetalls "Panther" / Sevim Dagdelen: Panzer mit Wehrmachtsnamen zeugt von Geschichtsvergessenheit / Historiker Wolffsohn: Namenswahl unpassend ...
Die Namensgebung für den neuen Rheinmetall-Kampfpanzer "KF51 Panther" stößt auf Kritik. Einen Panzer namens Panther gab es auch schon in der Wehrmacht - massenhaft eingesetzt im Zweiten Weltkrieg. Sevim Dagdelen, Obfrau der Linkspartei-Fraktion im Auswärtigen Ausschuss des Bundestage
Grünen-Mitbegründer Ströbele mahnt: Kein Automatismus bei Lieferung schwerer Waffen ...
Grünen-Mitgründer Hans-Christian Ströbele mahnt zu mehr Augenmaß in der Debatte über die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine. Ströbele sagte der "Heilbronner Stimme": "Es darf keinen Automatismus bei der Lieferung schwerer Waffen geben." Der langjährige Bundestagsab
Weitere Mitteilungen von Heilbronner Stimme
Gas zuerst für Privathaushalte / Politiker in NRW lehnen Vorrang der Industrie im Falle eines Engpasses ab ...
Köln. Spitzenpolitiker der führenden Parteien in Nordrhein-Westfalen haben einer möglichen Bevorzugung der Industrie vor Privathaushalten im Falle eines Gasengpasses eine Absage erteilt. "Klar ist: Im Falle eines Gasmangels müssen soziale Einrichtungen, das Gesundheitswesen und die privat
BrandenburgTrend: Skepsis gegenüber schnellem Kohle-Aus wächst ...
Ein vorzeitiger Kohleausstieg wird in Brandenburg mit wachsender Skepsis gesehen. Nur noch eine Minderheit von 16 Prozent kann sich vorstellen, dass die Braunkohleförderung schon vor 2038 beendet wird. Das geht aus dem BrandenburgTrend von infratest dimap für rbb24 Brandenburg aktuell und Antenn
Kommentar "nd.DieWoche" zu "Essen" im Tank:Ärgernis Biosprit ...
Es ist ein Muster aus der Finanz- und der Coronakrise, das sich angesichts der Folgen des Ukraine-Krieges jetzt wiederholt. Plötzlich fallen den Politikern ganz viele Missstände auf, die über viele Jahre ausgesessen worden waren und nun zum akuten Problem werden. Mehrere Grünen- und SPD-Minist
Stephan Brandner: Grünes Einbürgerungs-Schnellverfahren für fragwürdige Ex-Greenpeace-Chefin (FOTO) ...
Bereits zwei Monate nach Amtsantritt der Ampelregierung erhielt Ex-Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan die nötige Einbürgerungsurkunde, um das Amt der neuen Staatssekretärin für weltweite Klimaverhandlungen im Auswärtigen Amt antreten zu können. Stephan Brandner, stellvertretender Bundesspre




