Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer schätzen Natur und hohe Lebensqualität: Teil 2 der Umfrage von "Zur Sache Rheinland-Pfalz!" zum Landesjubiläum
ID: 1980037
Kritik vor allem beim Thema Verkehrsinfrastruktur/ Mehrheit für Verstärkung von US-Truppen in RP / Großteil der Befragten sieht das Land schlecht auf Naturkatastrophen vorbereitet
"Zur Sache Rheinland-Pfalz" am Donnerstag, 12. Mai 2022, um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen
Natur und hohe Lebensqualität als positive Seiten von Rheinland-Pfalz
Natur und Landschaft sowie die hohe Lebensqualität vor Ort: Das sind die zentralen positiven Eigenschaften, die die Menschen in Rheinland-Pfalz besonders mit ihrem Bundesland in Verbindung bringen. Das ist ein weiteres Ergebnis der repräsentativen Studie von "infratest dimap" im Auftrag des SWR Mainz anlässlich des 75-jährigen Bestehens von Rheinland-Pfalz. Auf die Frage nach den positiven Seiten des Bundeslandes wird von den Befragten an erster Stelle "Natur und Landschaft" genannt (32 Prozent) - mit großem Abstand an zweiter Stelle folgt "Lebensqualität, allgemeines Wohlbefinden, Heimat" (6 Prozent).
Unzufriedenheit vor allem mit Verkehrsinfrastruktur
Gefragt nach negativen Seiten von Rheinland-Pfalz wird am häufigsten der Punkt "Infrastruktur, Verkehrspolitik, Stau, schlechter Nahverkehr" genannt - 19 Prozent der Befragten zeigen sich damit unzufrieden. An zweiter Stelle bei den Nennungen der negativen Seiten führen die Befragten "Politik, Regierung, Ministerpräsidentin" (11 Prozent) an.
"Gesellig" als charakteristisches Merkmal für Rheinland-Pfälzer:innen
Charakteristisch für Rheinland-Pfalz ist aus Sicht der Befragten die Geselligkeit der Bürgerinnen und Bürger: 92 Prozent bewerten diese Eigenschaft als typisch für die Menschen in ihrem Bundesland. Einem Großteil (84 Prozent) der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer gilt das Land außerdem als traditionsverbunden. Mehr als die Hälfte der Befragten (67 Prozent) bezeichnet Rheinland-Pfalz aber auch als provinziell.
Große Zufriedenheit mit Lebensbedingungen, aber Unzufriedenheit mit öffentlichem Nahverkehr und Zustand von Brücken und Straßen
92 Prozent der Befragten sind mit den Lebensbedingungen in Rheinland-Pfalz zufrieden. 85 Prozent zeigen sich sehr zufrieden oder zufrieden mit den Einkaufsmöglichkeiten. Mit Schulen und Kitas sind 71 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden. Nur 35 Prozent äußern sich dagegen zufrieden mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Rheinland-Pfalz und nur 33 Prozent mit dem Zustand von Brücken und Straßen.
Die Zufriedenheit mit dem Öffentlichen Personennahverkehr ist bei Menschen in großen Städten deutlich ausgeprägter als auf dem Land. 65 Prozent der Befragten aus Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern geben an, sehr zufrieden oder zufrieden mit dem Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs zu sein. Im deutlichen Gegensatz dazu steht die Landbevölkerung: Bei Befragten aus Gemeinden mit einer Größe von bis zu 20.000 Einwohnern zeigen sich nur 29 Prozent zufrieden mit dem ÖPNV-Angebot. Ein ähnliches Bild zeichnet sich beim Thema der ärztlichen Versorgung ab - 75 Prozent der Befragten aus größeren Städten sind zufrieden - dagegen bewerten nur 61 Prozent der Befragten aus dem ländlichen Raum die ärztliche Versorgung als zufriedenstellend.
Ein umgekehrter Trend zeigt sich beim Thema Kita und Schulen. Während in den kleineren Städten und Gemeinden gut sieben von zehn Befragten insgesamt zufrieden oder sehr zufrieden mit dem Angebot sind, sind es in Städten mit über 100.000 Einwohnern nur sechs von zehn Menschen. Keine bemerkenswerten Unterschiede gibt es zwischen den Einwohnern ländlicher und städtischer Regionen bei der Beurteilung der Einkaufsmöglichkeiten.
Mehrheit begrüßt derzeit Stärkung von US-Militärstandorten
Angesichts der Invasion russischer Truppen in der Ukraine halten es aktuell 64 Prozent der Bürgerinnen und Bürger für richtig, dass die USA planen, ihre Präsenz an den Militärstandorten in Rheinland-Pfalz zu verstärken. Eine verstärkte Präsenz der US-amerikanischen Streitkräfte findet parteiübergreifend Rückhalt mit Ausnahme der Anhänger:innen der AfD. Besonders unterstützt wird die Stärkung der US-Standorte in Rheinland-Pfalz von Parteianhängerinnen und -anhängern von CDU, Grünen und SPD.
Großteil der Befragten sieht das Land schlecht auf Naturkatastrophen vorbereitet
Zehn Monate nach der Flutkatastrophe im Ahrtal und in der Region Trier blicken die Menschen im Land mit Sorge auf künftige Naturkatastrophen: Fast zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger sind der Auffassung, Rheinland-Pfalz sei weniger gut oder schlecht auf ähnliche Katastrophen in der Zukunft vorbereitet. Dieser kritische Blick trifft einheitlich auf Anhänger verschiedener Parteien, Menschen unterschiedlichen Alters und die Bevölkerung in Städten und eher ländlichen Regionen zu.
Die Daten basieren auf einer repräsentativen Telefon- und Online-Befragung des Wahlforschungsinstituts "infratest dimap" unter 1.161 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern (Erhebungszeitraum: 28. April bis 2. Mai 2022). Die ausführlichen Ergebnisse sendet das Politikmagazin "Zur Sache Rheinland-Pfalz" am Donnerstag, 12. Mai 2022, ab 20:15 Uhr im SWR Fernsehen. Sie sind dann auch auf https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/politrend-rlp-75-jahre-rheinland-pfalz-100.html nachzulesen.
Zitate bitte nur mit Quellenangabe "SWR Politikmagazin Zur Sache Rheinland-Pfalz".
Rückfragen bitte an: Dr. Ina-Gabriele Barich, Tel. 06131/929-33227 oder Sabine Rappen, Tel. 06131/929-33428, Luisa Szabo, Redaktion "Zur Sache Rheinland-Pfalz!".
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Datum: 12.05.2022 - 20:15 Uhr
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