Baugewerbe zur Baukonjunktur: Politik und Zinsen bremsen Wohnbau durch Preisentwicklung!

Baugewerbe zur Baukonjunktur: Politik und Zinsen bremsen Wohnbau durch Preisentwicklung!

ID: 2000287
(ots) -

"Noch sind die Auftragsbücher gefüllt, die Bau-Projekte wachsen, aber wegen der steigenden Preise und Zinsen gibt es eine verstärkte Unsicherheit bei der Auftragsvergabe. Die Preise für Baumaterialien werden noch weiter steigen." So die Einschätzung von Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, und selbst Bauunternehmer.

Die Situation ist für Bauunternehmen wie Bauherren gleichermaßen schwierig. Die Bauunternehmen leiden unter der Preisentwicklung und den Lieferengpässen ebenso wie ihre Kunden. Dieses führt nun bereits zur Stornierung von Aufträgen.

"Ich gehe davon aus, dass diese Stornierungen in der Hoffnung auf sinkende Preise erfolgen. Dies wird nicht passieren, denn die jetzigen Preise haben eine starke politisch, dauerhaft gewollte Komponente, und das ist die CO2-Umlage", erläutert der ZDB-Präsident.

Aufgrund der gestiegenen Energiekosten zeigen auch die Erzeugerpreise für mineralische Baustoffe, die in Deutschland gewonnen bzw. hergestellt werden und einen hohen Energieeintrag haben, nach oben. Während bei den mineralischen Baustoffen Zement, Kalk, Beton, Kies ein eher linearer Zuwachs zu beobachten ist, gibt es bei Ziegeln mit +15 % und bei Vliesen (Dämmmaterial) mit +9,8 % (jeweils im Vergleich zum Vormonat) eine hohe Dynamik. Das dürfte deren energieintensiver Herstellung und der gesetzlich herbeigeführten Verknappung der Gewinnung von Rohstoffen geschuldet sein.

"Ohne Zement, Kalk, Steine, Beton und Kies können wir aber die großen Bauaufgaben, die vor uns liegen, sei es die Beseitigung des Wohnungsmangels in den Ballungsgebieten, die Erweiterung von Wärmenetzen, die Sanierung unserer zig Tausend Brücken und Gleisanlagen wie auch die Sanierung fast der gesamten kommunalen Infrastruktur nicht leisten", erläutert Quast.

Eine deutliche Preisdynamik weisen derzeit Erdöl und erdölbasierte Kunststoffe auf, wie z.B. bei Bitumen oder Dämmmaterial. So ist der Erzeugerpreis für Bitumen im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 69 % gestiegen.



"Die Politik muss die Preis- und Verordnungsfesseln lösen, und alle Bauwilligen sollten das jetzige Preisniveau als das günstigste aller zukünftigen Tage erkennen. Die Inflation wird auch die Mieten weitertreiben. Gebäude von heute werden eine bessere Wirtschaftlichkeit zeigen als die Gebäude von Übermorgen. Die Finanzierungskosten werden in Zukunft ebenfalls weiter steigen und das jetzige noch günstige Niveau verlassen. Die von der Politik gewollte Verteuerung von Energie über den CO2-Preis hat eben Folgen, und wird die Wohnungsnot und hohe Mieten weiter fördern und den Investitionsstau der öffentlichen Gebäude und Infrastruktur verstärken", so Quast abschließend.

Pressekontakt:

Dr. Ilona K. Klein
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstr. 55-58
10117 Berlin
Telefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420
Mobil: 0049 172 2144601
eMail klein@zdb.de

Original-Content von: ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Sommer, Sonne, kühler Wohnraum FingerHaus eröffnet neues Musterhaus in der FertighausWelt in Nürnberg
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.08.2022 - 12:42 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2000287
Anzahl Zeichen: 3235

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Bau & Immobilien



Diese Pressemitteilung wurde bisher 380 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Baugewerbe zur Baukonjunktur: Politik und Zinsen bremsen Wohnbau durch Preisentwicklung!"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Bauhauptgewerbe im April: Trendwende lässt weiter auf sich warten ...
- Wohnungsbau stabilisiert sich - Sondervermögen ist in den Auftragsbüchern der Betriebe kaum angekommen - Konflikt am Golf lässt Preise steigen Das Bauhauptgewerbe in Deutschland (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) hat den April 2026 laut Statistischem Bundesamt beim Umsatz positiv

Baugewerbe zur Rentenreform: Vorreiter bei kapitalgedeckter Vorsorge nicht benachteiligen ...
Heute hat die Rentenkommission ihre Reformvorschläge an die Bundesregierung übergeben. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, plädiert für eine zügige Umsetzung: "Die Bundesregierung sollte die Vorschläge der Rentenkommission jetzt schnellstens

Aktionsplan zur Baukostensenkung: Die Richtung stimmt, aber wir brauchen noch mehr Tempo! ...
Heute hat das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) seinen "Aktionsplan zur Senkung der Baukosten" vorgelegt. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes, bewertet den Plan grundsätzlich positiv, sieht aber bei Tempo


Weitere Mitteilungen von ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe


Robin Brade ist neuer Head of Sales Europe bei ALPOLIC ...
Robin Brade hat zum 20. Juni 2022 die Leitung des europäischen Vertriebs bei ALPOLIC übernommen. Mit Robin Brade hat der weltweit führende Hersteller hochwertiger Aluminium-Verbundplatten für die Fassadenbekleidung einen erfahrenen Sales-Experten gewonnen, der die kundenorientierte Ausrichtung a

Exporo Gründer startet eigene Crowdinvesting-Plattform ...
Tim Bütecke, Initiator, Gründer und langjähriger Vorstand von Exporo, dem deutschen Marktführer im Immobilien Crowdinvesting, startet heute offiziell nach zweijähriger Vorbereitungszeit und seinem Exit eine neue Plattform unter dem Namen "winvesta". Tim Bütecke, der im Herbst 201

EZB hebt den Leitzins an: Was bedeutet das für die Baufinanzierung? ...
Die Inflation hat einen neuen Höchststand erreicht. Während sie in Deutschland derzeit bei 7,9 Prozent liegt, erreicht sie in der gesamten Eurozone sogar 8,1 Prozent. Um die sogenannte Teuerungsrate und die daraus resultierenden Preissteigerungen abzuschwächen, hat EZB-Chefin Christine Lagarde

Green Flowerpower - Wiederverwendung eines feuerverzinkten Gewächshauses ...
1969 wurde De Hobbitstee als Hippie-Kommune in den Niederlanden gegründet und hat im Laufe der Jahre viele Veränderungen durchgemacht. Obwohl das Leben heute hier ganz anders ist als vor rund 50 Jahren, hat das Kollektiv immer noch Ideale und Träume. So wurde das Streben nach einem nachhaltigen u


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z