WAZ: CDU-Sozialpolitiker Laumann: Bund lässt Menschen mit geringen Einkommen im Stich
ID: 2000365
NRW-Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) wirft der Bundesregierung vor, bei ihren Entlastungspaketen ausgerechnet die Menschen mit geringen Einkommen zu übersehen. Als Beispiel nennt er soziale Ungerechtigkeiten bei der Kilometerpauschale.
"Die, die wenig verdienen und dementsprechend auch in geringem Umfang Steuern zahlen, sind aus fast allen Entlastungen, die die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat und nach den bisher bekannten Aussagen noch bringen möchte, rausgefallen", sagte Laumann der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Samstagsausgaben). Allein in NRW seien davon etwa 1,6 Millionen Menschen betroffen, die für den Mindestlohn oder wenig mehr arbeiteten. Weil diese Geringverdiener keine oder nur wenig Steuern bezahlten, hätten sie von der Erhöhung der Kilometerpauschale praktisch nichts.
Laut Laumann bekommt ein Arbeitnehmer, der den niedrigsten Steuersatz von 14 Prozent bezahlt, und theoretisch 2000 Euro Kilometerpauschale absetzen kann, 280 Euro über die Steuer zurück. Jemand, der den Spitzensteuersatz von 42 Prozent zahle und 2000 Euro Kilometerpauschale absetzen könne, bekomme 840 Euro zurück. Dabei sei statistisch betrachtet der Weg von Niedriglohnempfängern zum Arbeitsplatz im Durchschnitt sogar weiter als der von Gutverdienenden. Niedriglohnempfänger benötigten daher "eine an ihre Lebensumstände angepasste, bessere Entfernungspauschale", so Laumann.
"In einer Zeit des Arbeitskräftemangels müssen wir ein Interesse daran haben, dass die, die für zwölf Euro in der Stunde arbeiten, nicht die Brocken hinwerfen und sagen: Dann arbeite ich lieber gar nicht und lebe von Transferleistungen. Diese Menschen müssen auch und deutlich von den steigenden Preisen entlastet werden", sagte Laumann weiter Andere Bürger, die ebenfalls große Probleme mit den explodierenden Preisen haben, würden vom Bund besser berücksichtigt: "Wohngeldempfänger bekommen einen Heizkostenzuschuss. Die Grundsicherungsämter bezahlen die Heizkosten für die Hartz-IV-Empfänger."
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.08.2022 - 05:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2000365
Anzahl Zeichen: 2358
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 596 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: CDU-Sozialpolitiker Laumann: Bund lässt Menschen mit geringen Einkommen im Stich"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Stark-Watzinger zum Corona-Herbst an Schulen: "Auf das Schwierigste vorbereiten" ...
Stark-Watzinger zum Corona-Herbst an Schulen: "Auf das Schwierigste vorbereiten" Bundesbildungsministerin fordert digitale Stresstests und CO2 -Ampeln - FDP will auf "Verhältnismäßigkeit" der Maßnahmen achten Osnabrück. Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger ha
Corona-Regeln: Viel Ansage,wenig Klarheit / Kommentar von Thomas Fricker ...
Zuweilen wollen Lauterbachs Gedankenblitze nicht recht zu den politischen und wissenschaftlich gestützten Abläufen passen. Erkennbar war das, als der Sozialdemokrat eine vierte Booster-Impfung für alle empfahl und sich damit über die Ständige Impfkommission hinwegsetzte. Erkennbar war das auc
MZ zu Olympia 1972 und Gedenken ...
Über Jahrzehnte mussten die Angehörigen um Anerkennung und Entschädigung kämpfen. Es dauerte bis 2017, bis in München zumindest eine Gedenkstätte für die Opfer errichtet wurde. Und bis heute blieb die Frage der Entschädigung offen. Jetzt geht es ums Geld, da wird es oft hässlich. Die Bund
MZ zu Schröder ...
Es ist Schröders gutes Recht, die Entscheidung von einem unabhängigen Gericht prüfen zu lassen. Juristisch steht die Klage aus Sicht von Experten auf wackligen Beinen - doch darum geht es nicht. Selbst wenn der Altkanzler gewinnen sollte, wäre seine Ehre nicht wieder hergestellt. Die nimmt er




