Kommentar Mitteldeutsche Zeitung zu Anschlag auf Rushdie
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Es bleibt einstweilen Spekulation, ob sich der Anschlag auf den Schriftsteller Salmann Rushdie direkt auf den mehr als drei Jahrzehnte alten Mordaufruf des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Chomeini zurückführen lässt. Die Ermittlungen gegen den 24-jährigen Amerikaner, dem die Tat zur Last gelegt wird, werden es vielleicht ans Licht bringen. Aber fest steht zweierlei: Das damals ausgesprochene Todesurteil gegen Rushdie hat von dem Augenblick an, da es in der Welt war, Tatsachen geschaffen, weil es das Töten eines unbequemen Autors quasi zu einer moralischen Angelegenheit erklärte. Diese Schuld wird an dem 1989 gestorbenen Geistlichen Chomeini und seinen fundamentalistischen Erben in Teheran haften bleiben. Hinzu kommt, dass der nun versuchte Mord an Rushdie weltweit viele Menschen in Angst versetzen dürfte. Wer eine kritische Haltung etwa zu religiös begründeter, tradierter Machtausübung hat, seien es Intellektuelle, Künstler oder einfache Bürger, wird künftig vielleicht vorsichtiger mit seinen öffentlichen Äußerungen sein.
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Datum: 14.08.2022 - 17:11 Uhr
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