Stamp will Vorsitz der NRW-FDP aufgeben
ID: 2002644
Der nordrhein-westfälische FDP-Landesvorsitzende Joachim Stamp will den Vorsitz seines Landesverbandes aufgeben. Das berichtet der General-Anzeiger Bonn (Freitagsausgabe). In einer Mail an die Mitglieder der NRW-FDP, die dem GA vorliegt, kündigt der 52-Jährige an, bei der Neuwahl des Landesvorstandes Anfang kommenden Jahres nicht mehr als Landeschef zu kandidieren. Stamp zieht damit die Konsequenz aus der schweren Niederlage bei der Landtagswahl am 15. Mai.
Dass er dies nicht schon früher gemacht hat, also zum Beispiel unmittelbar nach der Wahl, begründet Stamp in seiner Mail an die Mitglieder damit, dass er sich "dafür verantwortlich fühle, einen geordneten Neuanfang sicherzustellen". Bis zur Neuwahl des Landesvorstandes wolle er gemeinsam mit Generalsekretär Moritz Körner den Reformprozess "weiter gestalten".
Unter Stamps Führung und mit ihm als Spitzenkandidat hatte die Landes-FDP nur 5,9 Prozent der Zweitstimmen geholt und war aus der Landesregierung rausgeflogen. Er selbst verlor seine Ämter als Integrations- und Familienminister sowie als stellvertretender Ministerpräsident im Kabinett Wüst. Fünf Jahre zuvor hatte die FDP mit dem damaligen Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten Christian Lindner noch 12,6 Prozent geholt. In der vorigen Wahlperiode saßen noch 28 Liberale im Düsseldorfer Parlament. Seit Mai sind es nur noch zwölf.
In seinem Brief an die Mitglieder betont der scheidende Landesvorsitzende, dass er sich freue, "mit welchem Engagement" die Landtagsfraktion "mit dem neuen Vorsitzenden Henning Höne und dem Parlamentarischen Geschäftsführer Marcel Hafke eine klare und konstruktive Oppositionsarbeit vorbereitet".
Was den Reformprozess der Landespartei angeht, so hebt Stamp hervor, dass unmittelbar nach der Landtagswahl ein "umfassender Strukturprozess" begonnen habe, "bei dem wir unsere Defizite in allen Bereichen aufarbeiten". Konkret nennt er eine Mitgliederbefragung, an der sich zahlreiche Parteifreunde beteiligt hätten und die jetzt gründlich ausgewertet werde. "Eines lässt sich jetzt schon aus dem laufenden Prozess ablesen. Wir haben viele tolle Ideen und Mitglieder, die bereit sind, zukünftig noch mehr Verantwortung zu übernehmen." Er selbst wolle dem künftigen Zukunftsteam "bei Bedarf gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen".
Stamp ist seit 2006 im Landesvorstand der NRW-FDP. Von 2010 bis 2012 war er Generalsekretär der Landespartei, seit 2012 ist er Landtagsabgeordneter und war in den ersten fünf Jahren im Parlament auch stellvertretender Fraktionschef. Was er nach den Jahren in der Landespolitik machen wird, da hält sich Stamp in dem Schreiben an die Mitglieder noch zurück. Er spricht lediglich von "neuen Herausforderungen". Der Bonner war von 2004 bis zur Übernahme des Ministeramtes 2017 auch Mitglied im dortigen Stadtrat, stets direkt gewählt von den Wählern in seinem Heimatwahlbezirk Röttgen/Ückesdorf.
Pressekontakt:
General-Anzeiger
Bernd Eyermann
Telefon: 0228 / 66 88 429
b.eyermann@ga.de
Original-Content von: General-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.08.2022 - 11:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2002644
Anzahl Zeichen: 3243
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 284 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Stamp will Vorsitz der NRW-FDP aufgeben"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
General-Anzeiger (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Armin Laschet (CDU), zeigt sich erleichtert über die Entspannung in der Grönland-Krise. "Die Kombination aus der europäischen Bereitschaft, notfalls auch einen Handelskonflikt nicht zu scheuen, und besonnener Diplomatie hat Wirkung g
Red-Bull-Chef Mintzlaff: "Jürgen Klopp hat seinen neuen Job überragend angenommen" ...
Der Geschäftsführer von Red Bull, Oliver Mintzlaff, bescheinigt Jürgen Klopp, dass der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund und des FC Liverpool seinen neuen Job als Head of Global Soccer beim Energydrink-Hersteller "überragend angenommen" hat. Im Interview mit dem Bonner General-An
Bildungsministerin Prien kritisiert politische Kultur in Berlin ...
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) wünscht sich, dass sich die Koalitionsparteien gegenseitig mehr Erfolge gönnen. "Ich habe in Schleswig-Holstein gelernt, dass man dem anderen auch mal was gönnen kann, damit jeder auch mal für seinen Politikbereich und seine Partei Erfolge erzielt.
Weitere Mitteilungen von General-Anzeiger
Energiesparplan der Ampel: Herbst der Ungewissheit / Kommentar von Dietmar Ostermann ...
Herbst und Winter, das haben wir in den Pandemiejahren gelernt, sind Jahreszeiten unschöner staatlicher Regeln und Einschränkungen. (...) Zum Infektionsschutz hat sich die Energiekrise gesellt. (...) Alles nicht schön. Aber erträglich - jedenfalls erträglicher als ein Energienotstand mit leer
"nd.DerTag": Kompliziert und unverständlich - Kommentar zu den vom Bundeskabinett verabschiedeten neuen Corona-Schutzmaßnahmen ...
Der neue Werkzeugkasten zur Pandemiebekämpfung für den kommenden Herbst und Winter ist nicht ausreichend. Gesundheitsminister Karl Lauterbach will damit Todesfälle, schwere Long-Covid-Verläufe und eine Überlastung der Infrastruktur vermeiden. Die neuen Regelungen des Infektionsschutzgesetzes
MZ zu Energiepreisen ...
Wann kommt der Preisdeckel für Strom und Gas? Es ist höchste Zeit. Die Österreicher sind uns voraus, im Herbst soll dort der Deckel eingeführt werden. Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Felbermayr hat dafür ein Konzept entwickelt, er steht nicht im Verdacht, Anhänger eines al
MZ zu Lindners Finanzpolizei ...
Deutschland gilt seit Jahren als Paradies für Finanzkriminelle. Studien zufolge werden jährlich bis zu 100 Milliarden Euro aus trüben Quellen über Konten in der Bundesrepublik reingewaschen. Die OECD übt deshalb seit Jahren scharfe Kritik und will noch in dieser Woche einen Bericht vorlegen,




