Zivilgesellschaft fordert Ernährungswende in öffentlich finanzierten Einrichtungen / Petitionen un

Zivilgesellschaft fordert Ernährungswende in öffentlich finanzierten Einrichtungen / Petitionen und Positionspapiere zeigen dringenden Handlungsbedarf

ID: 2003918
(ots) -

Angesichts der großen aktuellen Herausforderungen im Landwirtschafts- und Ernährungssystem haben sich zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen an die Landesregierung in Schleswig-Holstein und an den Hamburger Senat gewendet. In ihren Positionspapieren und Petitionen fordern sie politische Maßnahmen für eine zukunftsfähige Ernährung und faire Preise bei der Verpflegung in Kitas, Schulen und anderen öffentlich finanzierten Einrichtungen.

"Die Politik steht in der Verantwortung, in Einrichtungen, die mit Steuergeldern finanziert sind, eine Ernährungswende voranzubringen. Wir brauchen mehr Klima- und Umweltschutz beim Essen. Gleichzeitig muss die Politik für faire Löhne in den Lieferketten und für bezahlbare Preise für die Kinder und ihre Eltern sorgen. Dafür sind mehr öffentliche Zuschüsse für das Essen in Kitas und Schulen genauso notwendig wie verbindliche Nachhaltigkeitsstandards", erläutert Julia Sievers von der Agrar Koordination.

Die breiten Bündnisse aus den Bereichen Umweltschutz, Gewerkschaft, Tierschutz, Kirche und Entwicklungspolitik fordern, dass der Einsatz von ökologisch produzierten und fair gehandelten Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung schrittweise erhöht wird. Bis 2030 sollten demnach in öffentlich finanzierten Einrichtungen alle Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft kommen.

"Bei tierischen Produkten ist eine Umstellung besonders dringend: Lieber nur einmal pro Woche Fleisch anbieten und dafür aus einer Haltung mit erhöhten Tierschutzstandards", fordert Sievers. "Das ist für den Klima- und Gesundheitsschutz enorm wichtig. Gerade angesichts steigender Lebensmittelpreise können Kosten beim Mittagessen eingespart werden, indem weniger Fleisch eingesetzt wird."

Die Nichtregierungsorganisationen schlagen vor, dass die Politik Mindeststandards etabliert und gleichzeitig Förderprogramme finanziert. So kann die Umstellung auf eine nachhaltige Ernährung durch Bildungs- und Beratungsangebote unterstützt werden.



"Wir hoffen, dass sich viele Menschen unter dem Motto Zukunft Pflanzen, Nahrung Sichern #Ährensache unseren Forderungen anschließen und die Petitionen unterzeichnen", erklärt Sievers.

Positionspapier Schleswig-Holstein: https://www.agrarkoordination.de/fileadmin/user_upload/RZ-Positionspapier_01.pdf

Petition Schleswig-Holstein: https://www.agrarkoordination.de/index.php?id=828

Positionspapier Hamburg: https://ots.de/AEc9wM

Petition Hamburg: https://www.agrarkoordination.de/index.php?id=829

Pressekontakt:

Julia Sievers
Tel.: 040/39 25 26
Mail: julia.sievers@agrarkoordination.de
www.agrarkoordination.de

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Datum: 01.09.2022 - 06:00 Uhr
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