WAZ: IG Metall droht mit Warnstreiks ab November / NRW-Bezirksleiter fordert Angebot am Freitag
ID: 2010519
Die IG Metall hat bereits vor der zweiten Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie in NRW am Freitag indirekt mit Warnstreiks ab November gedroht. Er erwarte von den Arbeitgebern ein Angebot, "das Zeitspiel ist vorbei, sie müssen jetzt eine Zahl nennen", sagte Knut Giesler, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall in NRW, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ/Mittwochausgabe). Wenn nicht, werde es "schwierig, noch vor Ende der Friedenspflicht Ende Oktober zu einer Lösung zu kommen". Nach der zweiten Runde an diesem Freitag kommen die Herbstferien, dann naht der Stichtag 31. Oktober. "Wir bereiten uns bereits jetzt bestmöglich auf mögliche Arbeitskampfmaßnahmen ab November vor", sagte Giesler der WAZ.
Er ließ zugleich durchblicken, dass die von der Bundesregierung empfohlene steuer- und abgabenfreie Sonderprämie von bis zu 3000 Euro "Teil eines Lösungspakets sein" könne, "etwa mit Festbeträgen für eine gewisse Zeit", so Giesler. "Das wäre auch eine starke soziale Komponente, wie wir sie fordern, weil die unteren Entgeltgruppen besonders viel davon hätten. Aber wir brauchen auch dauerhafte Erhöhungen, weil absehbar auch die Energiepreise dauerhaft hoch bleiben", betonte er.
Der NRW-Chef der IG Metall betonte, die Tarifpartner könnten nicht die gesamte Inflation von derzeit rund acht Prozent auffangen, die kriegsbedingt enorm hohen Energiepreise müsse der Staat dämpfen. Beides sei enorm wichtig, denn: "Wenn wir den Leuten jetzt nicht die Angst vor der nächsten Rechnung nehmen, riskieren wir, dass die braunen Rattenfänger im Herbst die Oberhand gewinnen", sagte Giesler der WAZ.
Er forderte zudem dauerhaft niedrigere Preise für energieintensive Unternehmen. Schmieden, Gießereien und Kaltwalzbetriebe bräuchten auch mittelfristig bezahlbare Energiepreise. "Nachbarländer haben Industriepreise für Energie, darüber muss auch in Deutschland nachgedacht werden, wenn wir international konkurrenzfähig bleiben wollen", sagte Giesler.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.09.2022 - 06:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2010519
Anzahl Zeichen: 2336
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Gewerkschaften
Diese Pressemitteilung wurde bisher 488 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: IG Metall droht mit Warnstreiks ab November / NRW-Bezirksleiter fordert Angebot am Freitag"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
NDR Verwaltungsrat stimmt Tarifvertragüber hybride Arbeit zu und stellt die Jahresabrechnung 2021 fest ...
Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit übermitteln wir Ihnen im Auftrag der Vorsitzenden des NDR-Verwaltungsrates, Karola Schneider, folgende Mitteilung. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Gremiengeschäftsstelle des NDR. Beschäftigte des NDR können ab Oktober bis zu 50 Prozent ihre
Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung: Führungskräfte fordern sachliche Debatte ...
Die ULA, das politische Sprachrohr der angestellten Führungskräfte, fordert angesichts der Forderungen von Anja Piel, Mitglied des DGB Bundesvorstands, die Debatte über die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung GKV zu versachlichen. "Eine Neiddebatte unterminiert die Solidari
Tarifverhandlungen - Besonders schmaler Grat ...
Was ist angemessen, was ist gerade noch zu stemmen, was ist zu viel, treibt die Unternehmen in die Pleite und kostet Jobs? Die Tarifpartner der Metall- und Elektroindustrie, die in Hannover mit den Verhandlungen begonnen haben, haben eine schwere Aufgabe. Die Preise setzen nicht nur den Beschäfti
Niedersachsen: Gewerkschaft will zur Krisenbewältigung den Reichen im Land ans Geld ...
Niedersachsen: Gewerkschaft will zur Krisenbewältigung den Reichen im Land ans Geld IG Metall-Chef Gröger fordert Vermögensabgabe und sagt: "Große Einkommen werden mit Samthandschuhen angepackt, das muss ein Ende haben." Osnabrück. Zur Bewältigung der finanziellen Folgen des Ukra




