Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD): "Anteil von Stephan Weil an Wahlerfolg nicht hoch genug einzuschätzen"
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Der niedersächsische Innenminister und SPD-Politiker Boris Pistorius schreibt den Wahlerfolg der SPD in Niedersachsen vor allem dem Wahlkampf des bisherigen Ministerpräsidenten Stephan Weil zu. "Man kann, glaube ich, ohne Übertreibung sagen, dass der Anteil von Stephan Weil an diesem nach wie vor beachtlichen Erfolg nicht hoch genug einzuschätzen ist", so Pistorius im phoenix-Interview nach der Wahl. "Er ist der Landesvater, war stets präsent, hat in der Krise besonnen die Entscheidungen getroffen, vorbereitet und das Land geführt. Das haben die Menschen honoriert."
Die Verluste, die die Sozialdemokraten laut ersten Prognosen nach Schließung der Wahllokale im Vergleich zur Landtagswahl in 2017 eingefahren haben, sieht Pistorius als verkraftbar an. "Angesichts der Umstände, die man vergleichen muss mit 2017, kann man mit einem Verlust von knapp vier Prozent leben. Vor allem wenn man sieht, dass wir nach wie vor mit großem Abstand die stärkste Partei im neuen Landtag sein werden, wenn sich die Zahlen so bestätigen." Die Ergebnisse der AfD sieht der niedersächsische Innenminister hingegen mit Sorge. "Erschreckend ist für mich vor allem das Ergebnis der AfD. Zweistellig in einem Landesverband, der vollkommen verstritten ist, das ist wirklich ein Trauerspiel. Das werden wir aufzuarbeiten haben."
Mit Blick auf mögliche Koalitionskonstellationen hält sich Pistorius bedeckt und erklärt lediglich, dass von der SPD auch nach den ersten Prognosen eine rot-grüne Koalition favorisiert werde.
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Datum: 09.10.2022 - 18:50 Uhr
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