ZDK fordert Senkung der Stromsteuer
ID: 2114334

(ots) - "Wir müssen die Stromsteuer für alle Unternehmen auf europäisches Mindestmaß bringen, damit der Wirtschafsstandort Deutschland international wettbewerbsfähig bleiben kann. Das gilt nicht nur für das produzierende Gewerbe, sondern auch für alle mittelständischen Unternehmen in Handel, Dienstleistung und Handwerk." Dies erklärt ZDK-Präsident Arne Joswig anlässlich der heute im Bundeskabinett anstehenden Verabschiedung des Gesetzentwurfs zur Modernisierung und zum Bürokratieabbau im Strom- und Energiesteuerrecht.
Der ZDK fordert eine Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß von 0,05 Cent pro Kilowattstunde für Betriebe, um Entlastung für Unternehmen zu schaffen. Damit folgt der Verband dem Beschluss des Bundesrats, der in seiner Stellungnahme (BR-Drs. 239/24) eine systematische Anpassung der Abgaben und Umlagen im Energiesektor zur Entlastung von Unternehmen empfohlen hat. Außerdem moniert er die unzureichende Senkung der Stromsteuer und fordert eine zügige Angleichung an das EU-Steuerrecht.
Zusätzlich fordert der ZDK die Abschaffung der Antragsschwelle (§ 9b Absatz 2 des Stromsteuergesetzes), so dass alle Betriebe von dieser Entlastung profitieren können. "Es ist nicht nachvollziehbar, dass eine Steuerentlastung nur gewährt wird, wenn der Entlastungsbetrag 250 Euro pro Jahr übersteigt. Das stellt einen klaren Nachteil für kleinere Firmen dar", so Joswig weiter. Die steuerlichen Anpassungen sollten zudem unbedingt unbefristet gesetzlich verankert werden, um die nötige Planungssicherheit für alle Unternehmen zu gewährleisten.
In seiner Stellungnahme lehnt der Bundesrat die im Entwurf enthaltene Streichung von Strom aus Deponiegas, Klärgas und Biomasse aus der Definition von Strom aus erneuerbaren Energieträgern (§ 2 Nummer 7) ab. Der ZDK stimmt dem Rat in dieser Sache zu: "Aus unserer Sicht müssen alle Technologien, die der Nachhaltigkeit und der Treibhausgaseinsparung dienen, gefördert und die Unternehmen entsprechend steuerlich entlastet werden. Das gilt selbstverständlich auch für Kraftstoffe im Verkehrsbereich", so Joswig.
In Bezug auf das bidirektionale Laden gelte es Doppelbelastungen zu vermeiden. Es müsse gewährleistet sein, dass sowohl die Strom- und Mehrwertsteuer als auch die Netzentgelte, Umlagen und sonstige Abgaben nur einmal anfallen, und zwar beim Letztverbrauch.
"Wir appellieren an die Bundesregierung, die Anpassungen zum Energie- und Steuerrecht jetzt schnellstmöglich anzugehen. Für die den Verkehrssektor betreffenden Kraftstoffe bedeutet das, zusätzlich einen Anreiz zu schaffen, in nachhaltige strombasierte Kraftstoffe und fortschrittliche Biokraftstoffe zu investieren. Am Ende muss die Entlastung natürlich auch beim Verbraucher ankommen", betont ZDK-Präsident Arne Joswig.
Pressekontakt:
Ulrich Köster, ZDK-Pressesprecher
Tel.: 0228/ 91 27 270
E-Mail: koester@kfzgewerbe.de
Original-Content von: ZDK Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V., übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.07.2024 - 11:06 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2114334
Anzahl Zeichen: 3140
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Bundesregierung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 214 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"ZDK fordert Senkung der Stromsteuer"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
ZDK Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) begrüßt ausdrücklich die heute offiziell von der EU-Kommission vorgelegte Anpassung der CO2''-Flottenziele für Neuwagen ab 2035. Die Absenkung des Reduktionsziels von 100 auf 90 Prozent sowie die geplante Einbeziehung von Plug-in-
ZDK-Prognose: 2026 wird zum Autojahr - E-Mobilität vor dem Durchbruch ...
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) erwartet für das Jahr 2026 eine spürbare Belebung des deutschen Pkw-Gesamtmarktes. Nach zwei schwierigen Jahren infolge eines abrupten Förderstopps für Elektrofahrzeuge sieht der Verband klare Signale für eine Rückkehr des Wachstums - get
ZDK-Pressemeldung: Hauptgewinn beim Licht-Sicht-Test 2025 geht in the Länd ...
Große Freude in Baden-Württemberg: Melanie Timm aus Weingarten hat beim diesjährigen Licht-Sicht-Test den Hauptpreis gewonnen - einen nagelneuen Kia EV3. Wie Millionen andere Autofahrerinnen und Autofahrer ließ die Erzieherin im Oktober die Beleuchtung ihres Fahrzeugs prüfen und nahm an dem jä
Weitere Mitteilungen von ZDK Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V.
Bundeshaushaltsentwurf sieht K.o.-Sparen bei Integrationskursen vor / Bisherige Planungen gefährden massiv Spracherwerb und qualifizierte Beschäftigungschancen ...
Dem Haushaltsentwurf der Bundesregierung für 2025 zufolge stehen gegenüber diesem Jahr für Integrationskurse weniger als die Hälfte der Mittel zur Verfügung. Hunderttausenden Menschen, die nach Deutschland kommen und hier dringend als Fachkräfte gebraucht werden, bliebe der Zugang zum Integrat
BVerfG-Schutz: "Pläne weisen empfindliche Lücke auf" ...
Luise Neumann-Cosel, Kampagnenleiterin bei Campact, kommentiert die heute vorgestellten Pläne zum Schutz des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG): "Alle demokratischen Parteien haben die Pflicht, unseren Rechtsstaat vor Rechtsextremisten zu schützen. Die Ampel-Regierung und die Union haben ih
Erfolgreiche Klage der Deutschen Umwelthilfe für Saubere Luft: Bundesregierung muss Nationales Luftreinhalteprogramm verbessern ...
- Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg verurteilt Bundesregierung wegen zu hoher Luftschadstoffemissionen zu einem der Realität entsprechenden Nationalen Luftreinhalteprogramm - Gericht bestätigt Kritik der DUH: Nationales Luftreinhalteprogramm weist erhebliche Mängel auf, um europäisch
Neue Geschäftsführung im Dentalunternehmen IMEX ...
Seit der Gründung folgt die IMEX Dental und Technik GmbH diesem einfachen Konzept: Smarte Prozesse, großartige Fachkräfte und die Offenheit für Ideen. Das macht sie heute zu weit mehr als einem konventionellen Zahnlabor. Mit dem Wechsel von Torsten Ansmann und Uwe Landsberger aus der Geschäftsl




