Maaßen: Ampel will Bundesverfassungsgericht vor "falschen" Parteien schützen und legt damit die Axt an eine tragende Säule der Grundordnung
ID: 2117520

(ots) - Die Bundesregierung will mit einem Trick das Bundesverfassungsgericht vor der Einflussnahme "falscher" Parteien schützen. Per Verfassungsänderung möchte die Ampel die Regeln von Richterwahl und Organisation des höchsten Gerichts ändern und dies ins Grundgesetz übertragen. Kämen unliebsame Parteien an die Macht, etwa AfD und WerteUnion, bräuchten diese dann eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag, um das zu ändern. Die Bundesregierung lege damit "die Axt an eine tragende Säule der freiheitlich-demokratischen Grundordnung", kritisiert Hans Georg Maaßen, Bundesvorsitzender der WerteUnion.
Hintergrund: Nach aktueller Rechtslage werden Verfassungsrichter mit zwei Dritteln der Stimmen von Bundestag und Bundesrat gewählt. Hans-Georg Maaßen: "Sollten nach der Bundestagswahl nächstes Jahr die "falschen Parteien" über mehr als ein Drittel der Stimmen verfügen, wären die anderen Parteien gezwungen, mit ihnen zu verhandeln und einen Kompromiss einzugehen. Deshalb will die Ampel jetzt das Grundgesetz verbiegen."
Verfassungspolitisch angreifbar
Die Bundesregierung wolle bewirken, dass auf eine Richterwahl im Bundestag künftig verzichtet werden soll, wenn er sich nicht auf einen Kandidaten verständigen kann. Dann solle allein der Bundesrat entscheiden. Maaßen in einem Gastbeitrag der Wochenzeitung Junge Freiheit: "Diese Regelung ist verfassungspolitisch angreifbar. Der Sinn der für die Richterwahl notwendigen Zweidrittelmehrheit besteht darin, dass die Richter nicht nur von der aktuellen Regierungsmehrheit legitimiert sind, sondern von einem breiten Teil des Parlaments und damit mittelbar von der Bevölkerung mitgetragen werden, damit sie überparteilich sind." Auch eine Richterwahl allein durch den Bundesrat wäre zweifelhaft, ist sich Jurist Maaßen sicher. Der Bundesrat als Versammlung von Landesregierungen verfüge über ein deutlich geringeres Maß an demokratischer Legitimation als der Bundestag.
Mit der geplanten massiven Einflussnahme auf künftige Rechtsprechung des höchsten Bundesgerichts brächten die "Kartellparteien", die man so nennen müsse weil sie sich so verhielten, eine verfassungsfeindliche Haltung zum Ausdruck: "Wir sind die guten Parteien, die anderen sind die schlechten und wir entscheiden, dass solche Parteien niemals Einfluss haben werden."
Brandmauern
Nach dem Grundgesetz hätten jedoch alle Parteien die gleichen Rechte. Keiner Partei dürften, wie es seit Jahren mit der AfD geschehe, Rechte vorenthalten werden. Maaßen: "Wer Brandmauern aufbaut, Sprechverbote gegenüber Menschen und nicht verbotenen Parteien verhängt, sie aus politischen Gründen ausgrenzt, ausschließt und benachteiligt, beschädigt unsere freiheitliche Demokratie."
Wenn die Kartellparteien "unter allen Umständen verhindern wollten, dass gewählte Abgeordnete der 'falschen' Parteien Einfluss auf die Wahl von Richtern haben, so der Chef der WerteUnion, "ist ihnen auch zuzutrauen, dass sie Wahlergebnisse nicht akzeptieren, dass sie fordern, 'Wahlen rückgängig' zu machen und dass sie alles unternehmen werden, um eine Politikwende in Deutschland zu verhindern. Das muss man realistisch sehen. Und das sollten wir nicht zulassen."
Pressekontakt:
Wolfgang Osinski || wolfgang.osinski@osicom.de || Tel: 0163 - 2 89 89 87
Original-Content von: WerteUnion, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.08.2024 - 13:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2117520
Anzahl Zeichen: 3504
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Bundesregierung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 329 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Maaßen: Ampel will Bundesverfassungsgericht vor "falschen" Parteien schützen und legt damit die Axt an eine tragende Säule der Grundordnung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
WerteUnion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mit stehendem Applaus feierten die Mitglieder der WerteUnion Baden-Württemberg ihren Spitzenkandidaten Prof. Jörg Meuthen beim Landesparteitag am Samstag. In der Festhalle Denkendorf schwor Meuthen die Partei auf einen engagierten Wahlkampf ein. Die klar markierte Straße zum Erfolg lautet für di
"Klar freiheitlicher Charakter" - WerteUnion verabschiedet Parteiprogramm ...
Die WerteUnion geht selbstbewusst in ihren zweiten Bundesparteitag, der am Wochenende in Aschaffenburg stattfindet. Bundesvorsitzender Dr. Hans-Georg Maaßen erklärte im Vorfeld, er sehe "die Chancen für eine konservative Partei auf der freien Seite der Brandmauer bei bis zu 20 Prozent."
551 Fragen - müssen Steuerzahler für ihre Bevormundung bezahlen? ...
Sie heißen "Omas gegen Rechts", Campact, Correctiv, Amadeo Antonio Stiftung, HateAid, aber auch BUND. Sie nennen sich Nicht-Regierungsorganisationen. Jetzt wollen CDU/CSU wissen, mit wie viel Geld die Regierung sie unterstützt und ob sie sich politisch neutral verhalten. SPD und die g
Weitere Mitteilungen von WerteUnion
Bundesregierung verstößt gegen EU-Vorgaben: Deutsche Umwelthilfe reicht neue Klimaklagen ein ...
- EU-Recht verpflichtet Deutschland, Treibhausgasemissionen in Schlüsselsektoren Verkehr, Gebäude und Landnutzung deutlich zu reduzieren - Weder auf Zielkurs noch Korrekturmaßnahmen eingeleitet: Deutschland drohen Zahlungen in zweistelliger Milliardenhöhe ab 2030 - DUH reicht zwei Klimakla
Genuss trifft Technologie: So revolutioniert KI unsere Esskultur ...
Der beliebte Podcast Food Fak(t) startet eine dreiteilige Serie, die enthüllt, wie Künstliche Intelligenz (KI) die Welt des Essens verändern wird. Unter dem Titel "KI und Genuss - Die Zukunft des Essens" taucht Moderator Stefan Fak gemeinsam mit den Experten Lisa Kreuzkamp und Christian
RTL/ntv Trendbarometer/ Forsa Aktuell: FDP wieder bei 5 Prozent / Kein Sieger zwischen Scholz und Merz im Kanzlerduell ...
Die Union bleibt auch in dieser Woche laut aktuellem RTL/ntv Trendbarometer mit 30 Prozent stärkste Kraft. Danach folgt ebenfalls unverändert die AfD mit 17 Prozent, die SPD mit 15 Prozent und die Grünen mit 11 Prozent. Auf die Splitterparteien entfallen diese Woche 9 Prozent, denn die Freien Wä
Kevin Kühnert (SPD) beschreibt Vorgehen von Finanzminister Lindner als "schlechten Stil" ...
SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert äußert sich im phoenix-Interview zu der neu entbrannten Haushaltsdebatte und sieht keinen Grund für ein "Aufschnüren des Haushaltspakets". Hintergrund der Debatte ist ein in Auftrag gegebenes Gutachten sowie ein Beitrag des wissenschaftlichen Beirats




