Welthungerhilfe warnt vor Einschränkungen in der Entwicklungszusammenarbeit und fordert eigenständ

Welthungerhilfe warnt vor Einschränkungen in der Entwicklungszusammenarbeit und fordert eigenständiges Ministerium

ID: 2161324

(ots) - Die Welthungerhilfe fordert die neuen Koalitionspartner in Berlin eindringlich auf, die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe nicht weiter zu kürzen. Angesichts der zunehmenden globalen Hungerkrisen warnt die Organisation davor, der Entwicklung in einigen Geberländern wie den USA und Großbritannien zu folgen, die zentrale Programme zur Ernährungssicherung und Gesundheitsvorsorge streichen. Laut UN-Prognosen werden in diesem Jahr rund 307 Millionen Menschen in 37 Ländern dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen sein, um zu überleben. Zudem müsse mit einem eigenständigen Ministerium eine starke Stimme für Menschenrechte und die Beseitigung von Hunger und Armut am Kabinettstisch sitzen.

"Der Hunger in der Welt nimmt zu - gleichzeitig schrumpfen die Budgets, die genau diese Not lindern sollen. Diese Kürzungen bedrohen das Leben von Millionen Menschen und gefährden zudem die Existenz lokaler Organisationen, die für die Umsetzung und nachhaltige Wirkung der Hilfe unverzichtbar sind", sagt Mathias Mogge, Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe. "Gerade diese Partner sind oft die ersten, die in Krisen reagieren und sie vertreten die Anliegen der Bevölkerung vor Ort. Wer ihre Arbeit schwächt, schwächt die Widerstandsfähigkeit ganzer Gemeinschaften."

Die drastischen Einschnitte etwa bei USAID zeigen bereits konkrete Folgen: In der Zentralafrikanischen Republik konnten Kleinbäuerinnen nicht mehr mit Saatgut versorgt werden, das in diesen Wochen dringend ausgesät werden muss. Ohne diese Aussaat fällt im Sommer die Ernte aus - und den Familien droht akuter Hunger.

Mogge betont: "Entwicklungszusammenarbeit bedeutet, globale Ressourcen zu schützen, Ungleichheiten zu bekämpfen und an einer gerechten, nachhaltigen Zukunft zu arbeiten. Stattdessen erleben wir, dass Regierungen sich zunehmend auf nationale Interessen zurückziehen und internationale Verantwortung vernachlässigen. Damit rückt das gemeinsame Ziel einer Welt ohne Hunger in immer weitere Ferne."



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Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 12.128 Auslandsprojekte in rund 72 Ländern mit 5,07 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

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