Bundesagentur als datenschutzrechtliche Niete
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Bundesagentur als datenschutzrechtliche Niete
"Was gehen einen Postmitarbeiter die Daten von Empfängern von Arbeitslosengeld und Kindergeld an? Wenn in Thüringen und Sachsen-Anhalt künftig Briefe an die Bundesagentur für Arbeit von Behördenfremden an anderen Orten geöffnet, digitalisiert und die Daten an die Bundesagentur für Arbeit weitergeleitet werden sollen, ist das Brief- und Postgeheimnis am Ende", erklärt Jan Korte, Mitglied im Vorstand der Fraktion die LINKE, zu den Plänen der Bundesagentur für Arbeit. Korte weiter:
"Was die Bundesagentur für Arbeit vollmundig als 'Fünf richtige für ihre Briefe' ankündigt, ist eine komplette datenschutzrechtliche Niete. Hartz IV-Bezieher sind schon jetzt datenschutzrechtlich Menschen zweiter Klasse. Nun sollen Arbeitslose im ersten Jahr sowie Kindergeldempfänger folgen. Damit werden Millionen Bürger diskriminiert und in ihrer Privatsphäre verletzt. Wer mit hochsensiblen Daten so fahrlässig umgehen will, wie es die Bundesagentur für Arbeit offenbar plant, verabschiedet sich endgültig von Datenschutz und Grundrechten.
Ich fordere die Landesdatenschützer in Thüringen und Sachsen-Anhalt auf, die angekündigten Pilotversuche in ihren Bundesländern unverzüglich zu unterbinden und die Vorbereitung zu diesem Verfahren einzustellen."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 25.06.2010 - 15:47 Uhr
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