Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote: BDBe für zügige nationale Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie
ID: 2173309

(ots) - Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) spricht sich für eine zügige Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) in deutsches Recht aus. Diese ist insbesondere notwendig, um Klarheit über die mittelfristige Entwicklung der erneuerbaren Energien im Verkehrssektor zu schaffen. Gleichzeitig muss den betrügerischen Aktivitäten von vermeintlich als nachhaltig zertifizierten Biokraftstoffen-Importen aus Fernost endlich wirksam begegnet werden.
"Heute läuft die in der RED III enthaltene Frist zur nationalen Umsetzung ab, zu der Deutschland die europäischen Vorgaben eigentlich hätte umsetzen müssen. Trotz monatelanger Vorbereitungszeit liegen bislang keine Vorschläge der vorherigen Bundesregierung und des zuständigen Bundesumweltministeriums zur Umsetzung der EU-Vorgaben vor", erklärt Alois Gerig, Vorsitzender des BDBe. "Der neue Bundesumweltminister Carsten Schneider sollte das Thema ganz oben auf seine Prioritätenliste setzen und die deutsche Treibhausgasminderungs-Quote jetzt schnell an die EU-Vorgaben anpassen", so Gerig weiter.
Notwendig ist nach Ansicht des BDBe vor allem eine deutliche Anhebung der Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) und deren Fortschreibung über das Jahr 2030 hinaus. Außerdem sollten die aktuell geltenden Mehrfachanrechnungen für bestimmte Erfüllungsoptionen in der THG-Quote kritisch geprüft und angepasst werden, um Fehl- und Betrugsanreize zu mindern und die Anteile erneuerbarer Energien im Verkehr - die zuletzt gesunken waren - tatsächlich und nicht nur rechnerisch zu erhöhen. Gerig: "Doppelanrechnungen so genannter fortschrittlicher Biokraftstoffe sollten ausschließlich auf mit innovativen Technologien hergestellte Produkte beschränkt werden und die Mehrfachanrechnung von Strom muss entfallen, da diese Maßnahmen ihren Förderzweck verfehlt haben." Auch eine Flexibilisierung der so genannten Schutzsortenregelung bei Benzin muss nach Ansicht des BDBe endlich umgesetzt werden, damit Tankstellen ihr Kraftstoffsortenangebot individuell gestalten können. "Wie in allen EU-Mitgliedsstaaten sollte die gesetzliche Verpflichtung, E5 an allen Verkaufsstellen anbieten zu müssen, entfallen. Dies schafft Platz im Angebot für neue alternative Kraftstoffe", fordert Gerig abschließend.
Pressekontakt:
Christine Kroke
030 301 29 53-13
presse@bdbe.de
www.bdbe.de
www.e10tanken.de
Original-Content von: Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e. V., übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.05.2025 - 15:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2173309
Anzahl Zeichen: 2599
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Umwelttechnologien
Diese Pressemitteilung wurde bisher 233 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote: BDBe für zügige nationale Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e. V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) hat die Marktdaten 2025 für die Produktion und den Verbrauch von zertifiziert nachhaltigem Bioethanol in Deutschland veröffentlicht. Die heimische Bioethanolherstellung betrug im letzten Jahr 790.000 Tonnen, dies ist gleichbedeutend mit e
Weiterentwicklung der THG-Quote: Positives Signal für mehr Klimaschutz und Energieversorgungssicherheit ...
Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) begrüßt die heute im Bundestag getroffene Einigung zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote). Insbesondere die THG-Quotenfortschreibung über das Jahr 2030 hinaus und die deutliche Anhebung der Anrechnungsobergrenz
Mehr Klimaschutz im Straßenverkehr mit dem Kraftstoff E20 / Einladung zum Presse Hintergrundgespräch am Montag, den 19. Januar 2026 im CityCube Berlin ...
Seit der Einführung von Super E10 an deutschen Tankstellen vor 15 Jahren hat sich der klimafreundliche Benzin-Kraftstoff am Markt behauptet und verzeichnete insbesondere in jüngster Zeit einen signifikanten Absatzsprung. Mittlerweile beträgt der Marktanteil von Super E10 am deutschen Benzinmark
Weitere Mitteilungen von Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e. V.
Gemeinsam Kurs halten: Wie Unternehmen mit dem WWF ihre Nachhaltigkeitstransformation auch in Krisenzeiten voranbringen / WWF Case Studies-Präsentation mit Beiersdorf, Bosch Power Tools, EDEKA & ...
Die Zukunft gehört den Unternehmen, die heute handeln. Immer mehr Vorreiter der Wirtschaft zeigen, dass nachhaltige Transformation kein Risiko, sondern eine Investition in Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit ist. In einer Zeit, in der die Dynamik rund um Nachhaltigkeit abnimmt,
Katharina Rath wird Chief People Officer bei Voith ...
Zum 1. Juli 2025 übernimmt Katharina Rath die neu geschaffene Position des Chief People Officer bei der Voith Group. In dieser Rolle wird sie die Unternehmenskultur und die weltweite Human Resources Strategie des Unternehmens zukunftsfähig ausrichten. Katharina Rath bringt umfangreiche Erfahrung
#WirDrehenRunter: Kaltwaschsalon für mehr Nachhaltigkeit im Alltag ...
Kleine Verhaltensänderung, großer Effekt: Die Nachhaltigkeitskampagne #WirDrehenRunter ruft dazu auf, Wäsche bei niedrigen Temperaturen zu waschen und damit Energie und CO2 zu sparen. Durch diese kleine Verhaltensänderung können die Verbraucher:innen nicht nur Strom und Geld sparen, sondern zug
„Einfach mal machen!“ - 7. Wissensforum des Wasserstoff Hub RKN/Rheinland e.V. auf Gut Gnadental ...
„Der Wasserstoff-Hochlauf gelingt nur, wenn Technik, Infrastruktur und Regulierung Hand in Hand gehen. Mit dem Wissensforum schaffen wir eine Plattform, um genau diese Schnittstellen zu beleuchten und Lösungen gemeinsam voranzutreiben – regional verankert, aber mit nationaler Strahlkraft.“ Mi




