Nanotechnologie als Schlüsseltechnologie nutzen
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Nanotechnologie als Schlüsseltechnologie nutzen
Anlässlich des Fachgesprächs der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur "Rolle der Nanotechnologie für Verbraucher und Forschung" erklären der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Bleser MdB, und der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung, Albert Rupprecht MdB:
Die Nanotechnologie gilt als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts und bietet große Chancen für Gesellschaft und Industrie. Rund 750 Unternehmen mit 63.000 Beschäftigten arbeiten derzeit in Deutschland auf diesem Gebiet. Bei der Zahl der Patente liegt Deutschland weltweit auf Platz drei. Auch die finanzielle Unterstützung seitens der Bundesregierung unterstreicht das Zukunftspotential dieser Technologie. Mit rund 440 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln steht Deutschland in Europa an der Spitze. Die vielfältigen Chancen dieser Technologie unter einem höchstmöglichen Sicherheitsstandard zu nutzen - das ist die politische Ausrichtung der Union. Gemeinsam mit Vertretern aus Industrie, Wissenschaft, Verbraucherorganisationen und politischen Akteuren setzt sich die Union deshalb frühzeitig mit der Nanotechnologie auseinander und will offene Fragen und politische Handlungsspielräume klären. Denn wie jede neue Technik muss auch die Nanotechnologie dem Anspruch auf gesundheitliche Unbedenklichkeit gerecht werden. Offene Fragen zur Sicherheit und Zulassung von Nanomaterialien müssen geklärt werden. Der Einsatz von Nanomaterialien in verbrauchernahen Produkten ist schon jetzt vielfältig. In Lebensmittelverpackungen, Textilien, Küchengeräten sowie Lacken und Farben werden Nanomaterialien längst eingesetzt. Auch direkt in Lebensmitteln werden ihre Vorteile immer häufiger genutzt, um Geschmack, Konsistenz, Aussehen, Nährwert und Langlebigkeit von Lebensmitteln zu verbessern. Die Einstellung der Verbraucher gegenüber dieser Technologie ist positiv, allerdings ist auch der Wunsch nach gesetzgeberischen Grenzen gerade bei verbrauchernahen Produkten vorhanden. Information und Transparenz müssen deshalb ausgebaut werden. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzt sich deshalb dafür ein, einen klaren rechtlichen Rahmen für Nanomaterialien - dort wo notwendig - festzusetzen und ein europaweites, verpflichtendes Produktregister - auch für importierte Ware - aufzubauen. Ebenso gilt es, die EU-Chemikalienverordnung REACH als zentrales rechtliches Instrument in regelmäßigen Abständen zu überprüfen und an die jeweiligen neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse anzupassen, die Kennzeichnung von verbrauchersensiblen Nanoprodukten zu prüfen und einer wissenschaftlichen Bewertung zu unterziehen, Informationsangebote auszuweiten: Wissenschaft, Industrie, Behörden und Verbraucherorganisationen sind gleichermaßen aufgefordert die Informationsangebote auf diesem Gebiet auszubauen.
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
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Datum: 28.06.2010 - 14:17 Uhr
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