"nd.DerTag": Verzweiflung trifft auf Kalkül - Kommentar zu den Protestaktionen im Iran und der Selbstinszenierung westlicher Akteure als Retter der Bevölkerung
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(ots) - Donald Trump verbreitet Durchhalteparolen, während im Iran Menschen sterben. Er verspricht "Hilfe", inszeniert sich als Befreier, doch seit dem 28. Dezember stehen Menschen mit leeren Händen einem bis an die Zähne bewaffneten Staat gegenüber. In den vergangenen Tagen hat das iranische Regime Tausende getötet. Bilder zeigen überfüllte Krankenhäuser und Friedhöfe, aufgestapelte Leichen, zwischen denen Familien nach Angehörigen suchen. Tausende weitere wurden verhaftet, Massenhinrichtungen drohen.
Währenddessen melden sich jene zu Wort, die selbst keinen Preis zahlen. Aus sicherer Distanz rufen sie zu Aktionen auf - ohne Strategie, ohne Plan, ohne tiefes Verständnis der Realität vor Ort. Reza Pahlavi, Sohn des ehemaligen Schahs, fordert Besetzungen, Dauerproteste und Streiks. Er spricht offen über Verhandlungen mit den USA und Israel und liefert dem Regime damit genau den Vorwand, den es seit 47 Jahren nutzt: Oppositionelle als "Agenten des Auslands" zu diffamieren und zu töten.
Auch Trump verspricht Hilfe. Doch welche? Weitere Sanktionen, die vor allem die Bevölkerung treffen? Militärische Drohungen, die es Irans Führung erlauben, den Protest als imperialistische Verschwörung darzustellen? Trump geht es nicht um die Menschen im Iran, sondern ums eigene politische Profil, während sich die EU lediglich "besorgt" zeigt. Seit Tagen heißt es, Hilfe sei unterwegs. Doch sie kommt nicht. Das trägt zur Hoffnungslosigkeit bei, während die Repression eskaliert. Die Iraner brauchen keine Inszenierungen, sondern Schutz. Jetzt. Sie brauchen politischen Druck auf das Regime, Zugang zu Kommunikation, sichere Fluchtwege, ein Ende der Deals mit Teheran. Denn Schweigen ist Beihilfe.
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Datum: 14.01.2026 - 17:56 Uhr
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