Märchen von der Überlastung der Hamburger Justiz
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Viele Medien lassen sich in Hamburg von der Justiz aufs Glatteis führen, wenn die Justiz mal wieder über Personalmangel und Überlastung jammert. Die gering anmutende Leistung, die schleppende und oft fehlerhafte Sachbearbeitung ist ein hausgemachtes Problem der dysfunktionalen Justiz in Hamburg und ließe sich auch nicht durch noch so viele Bedienstete mehr lösen, sondern würde den Bürger und Steuerzahler nur noch mehr kosten.
Am Amtsgericht Hamburg Barmbek, beispielsweise, konnte sogar der dienstvorgesetzte Direktor, Roger Dubbel-Kristen, eine sehr umfangreiche Dienstaufsichtsbeschwerde, voller stichhaltiger Fakten und Anlagen, über „seine“ Rechtspflegerin Julia Lange noch am Tage des Eingangs in Rekordzeit „vorbildlich“ bearbeiten, ablehnend bescheiden und übersenden. Es ist kaum vorstellbar, dass er nicht auch noch anderes, wichtigeres zu tun hätte. Aber wo ein Wille ist, scheint also auch ein Weg zu sein. Auf vorgebrachte Tatsachenvorträge wurde nicht eingegangen und sie konnten nicht widerlegt werden. Warum auch?
Hat der seit 2007 in diesem Amt tätige und bald in Pension gehende Direktor vielleicht schon Erfahrungen und Übung in der Zurückweisung von Dienstaufsichtsbeschwerden über diese Rechtspflegerin? Wir wissen es nicht und können es nur vermuten.
Liest man allerdings die unzähligen, negativen Rezensionen und Bewertungen über dieses Amtsgericht im Internet, könnte die Vermutung, nahe liegen, dass man an diesem Amtsgericht nicht mehr unerfahren im Umgang mit Dienstaufsichtsbeschwerden ist. Immerhin hat sich der Direktor Dubbel-Kristen eindeutig dazu bekannt, dass es ihm "ziemlich egal" ist, wie Betroffene und Bürger über das von ihm geleitete Amtsgericht denken und berichten welche Erfahrungen sie gemacht haben.
Aber dieser „Arbeitseifer“ trifft scheinbar auf nicht alle Justizbediensteten in Hamburg zu.
Ursachen für die oft bemängelte, schleppende und schlechte Sachbearbeitung der Fälle scheinen oft die geringe Dienstanwesenheit, die lockeren Arbeitszeiten, die scheinbar unzureichende, fachliche Qualifikation, sowie die, als beamtentypisch wahrgenommene fehlende Motivation und Leistungsbereitschaft der Bediensteten zu sein.
Wer schon einmal auf einer oder mehreren Geschäftsstellen bei Gericht persönlich war, erlebte, wie "gemütlich" es dort zugeht.
In dem Presse-Artikel, "Dysfunktionale Justiz in Hamburg" wird sehr anschaulich die geringe Dienstanwesenheit und vergleichsweise geringe Qualifikation vieler Justizbediensteten beschrieben.
Viele der Justizbediensteten brauchen (durchschnittliche Krankheitstage mit eingerechnet) 12 Wochen des Jahres, fast ein Viertel des Jahres, nicht zur Arbeit zu erscheinen.
Was viele Menschen nicht wissen: Anders als das übrige, in der Justiz tätige Personal und in krassem Gegensatz zu sämtlichen Arbeitern und Angestellten im öffentlichen Dienst oder der freien Wirtschaft, haben Richter keine festen Arbeitszeiten.
Die allermeisten Richter kennen nur Schule, NC-freies Jurastudium und landen dann, mit einem 3er Examen in Hamburg, im Staatsdienst in einem extrem privilegierten Job. Vielen Richtern fehlt der Maßstab und deshalb dürfte zumindest mit Blick auf einige von ihnen die Vermutung zutreffen, dass die meisten Maurer oder Versicherungsangestellten bis zur Frühstückspause genauso viel leisten wie manche Richter an einem ganzen Tag.
Die oft daraus resultierende, Qualifikation, Lebenserfahrung und Leistungsbereitschaft der Rechtspfleger und Richter, im Verhältnis zur hohen Verantwortung ihres Amtes, in dem teils Biographie entscheidenden Beschlüsse ergehen, führt, vielleicht gewollt, immer häufiger zur Inanspruchnahme und Belastung der 2. oder sogar 3. Instanz.
Eine gewisse „Wohlstandsverwahrlosung“, auch der Richter und Rechtspfleger lässt sich nur unschwer übersehen. So, wie Deutschland hinsichtlich seiner Wirtschaftskraft nur noch von seinem Ruf und Erarbeitetem aus den 50ern bis in die frühen 2000ern lebt, erlebt man dies auch inzwischen in der Justiz, die noch von ihrem Image aus der Blütezeit unseres Landes profitieren möchte, aber die „Work-Life-Balance“ das zu Lasten der Bürger und Verfahrensbeteiligten, leider nicht mehr hergibt. Wie man mit, nur noch mehr Schulden, keinen soliden Haushalt aufstellen kann, kann man auch nicht mit nur noch mehr unmotivierten, vergleichsweise unzureichend ausgebildeten Justizbediensteten die scheinbar geistige Erosion an Amtsgerichten, wie auch schon von älteren, erfahrenen Medienrechtsanwälten festgestellt wurde, in den Griff bekommen.
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Datum: 16.01.2026 - 07:30 Uhr
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