Hochschulbaugesellschaft soll zahlreiche Uni-Beschäftigte übernehmen - Gewerkschafter befürchten Tarifflucht
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(ots) - Die neu zu gründende Hochschulbaugesellschaft soll weitreichendere Aufgaben übernehmen als bisher bekannt. Die Baugesellschaft, die Bau- und Sanierungsvorhaben der Hochschulen zentralisieren soll, soll auch Instandhaltung und Management der Hochschulgebäude übernehmen - also etwa auch Klempnerarbeiten. Das geht aus dem Referentenentwurf für das Gesetz zur Einrichtung der Hochschulbaugesellschaft vor. Dieser liegt der Tageszeitung "nd.DerTag" (Mittwochausgabe) vor. Künftig soll also ein Großteil der technischen Beschäftigten der Hochschulen zur Hochschulbaugesellschaft wechseln. Der Personalübergang soll laut der Begründung zum Gesetzesentwurf langfristig erfolgen. So sollen "Doppelstrukturen" an den Hochschulen abgebaut, aber auch Personalbedarf eingespart werden.
Wie bereits zuvor angekündigt soll die Hochschulbaugesellschaft alle von den Hochschulen genutzten Liegenschaften übernehmen und diese an die Hochschulen vermieten. Bislang konnten die Hochschulen diese zumeist in Landeshand befindlichen Gebäude entgeltfrei nutzen. "Durch das Mieter-Vermieter-Modell soll das Kostenbewusstsein aufseiten der Hochschulen gestärkt und ein Anreiz zu Optimierung des Flächenbedarfs gegeben werden", heißt es in der Begründung zu dem Entwurf. Tarifliche Folgen könnte eine weitere Regelung haben: So soll die Hochschulbaugesellschaft Tochterunternehmen gründen können. Gewerkschafter nennen das gegenüber "nd" ein "Einfalltor für Outsourcing und Tarifflucht". Es sei unklar, ob solche Tochterunternehmen unter den Geltungsbereich des Tarifvertrags der Länder fallen.
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Datum: 10.02.2026 - 17:50 Uhr
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