Junge Ems-Dollart Philharmonie fördert jugendliche Talente: Mit Musik Grenzen überwinden
Dass Musik Sprachbarrieren und Landesgrenzen überwindet, ist nicht neu. Dass dies Jugendliche tun, um gemeinsam in einem großen philharmonischen Orchester zu spielen, schon.
Das INTERREG-Projekt Junge Ems-Dollart Philharmonie läuft bereits seit mehr als einem Jahr. Im letzten Frühjahr wurden Info-Flyer an alle Musikschulen in der Ems Dollart Region verschickt. Außerdem richtete man die Website www.jed-phil.org ein, auf der stets aktuelle, ausführliche Informationen zum Projekt zu finden sind. Wichtigster Projektpartner ist das Emsländische Kammermusikensemble e. V.
Harte Arbeit für echte Klassik-Talente
Interessierte Musikschüler können sich bei der Philharmonie bewerben, müssen vor Aufnahme ins Orchester ihr Können allerdings bei einem Probevorspiel unter Beweis stellen. 70 bis 80 niederländische und deutsche Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren werden auf diese Art ausgewählt, um gemeinsam unter der Leitung hochkarätiger Gastdirigenten spielen zu dürfen. Wer eine Zusage erhält, bekommt zwei Monate vor der eigentlichen Probenphase das Notenmaterial, damit er gut vorbereitet in die intensive Arbeitsphase einsteigen kann. Unter Anleitung entsprechender Fachkräfte werden die Jugendlichen in Registerproben in ihrem Talent gefördert und an die Schwierigkeiten im Orchesterspiel herangeführt, dabei werden vorhandene musikalische Probleme ausgeräumt. Erst dann setzen sich alle zum großen Symphonieorchester zusammen und proben gemeinsam mit international erfahrenen Gastdirigenten.
Die erste Arbeitsphase mit abschließenden Konzerten haben die Nachwuchsmusiker im vergangenen Oktober in Lingen (D) und Gouw (NL) mit Bravour hinter sich gebracht. Auf dem Programm standen Werke von Beethoven, Haydn und Tschaikowsky. Als Dirigent war der Niederländer Johannes Leertouwer zu Gast. Das Premierenkonzert fand in Lingen statt, weitere Konzerte in Emden, Leeuwarden und Assen.
Erfolgreiche Fortführung
Die organisatorische Leiterin, Kerstin Hammer, ist nach einem Jahr zufrieden mit dem Projektverlauf: „Die Resonanz war durchweg positiv, die Teilnehmer möchten fast alle wieder mitmachen. Sie haben spätestens mit dem ersten Konzert festgestellt, dass sie etwas ganz Besonderes erreicht haben.“ Die Organisatoren profitieren von den Erfahrungen des ersten Jahres: „Das zweite Mal ist natürlich einfacher. Wir kennen die Abläufe, die sich bewährt haben, und haben natürlich auch das Feedback der teilnehmenden Jugendlichen, Dozenten, Betreuer und des Dirigenten. Grob gesehen wird die Abwicklung ähnlich ablaufen wie im vergangenen Jahr. Wir werden aber das direkte Gespräch mit Fachlehrern und das direkte Ansprechen von potenziellen Teilnehmern verstärkt ausbauen. Damit wird der Informationsfluss optimiert“, erklärt Kerstin Hammer. Die diesjährige Probenphase befindet sich bereits in der Planung: Vom 24. Juli bis 3. August treffen sich die ambitionierten Jungmusiker in der Jugendherberge Emden, um Stücke von Saint-Saens, Bruch und Dvorák zu erarbeiten. Auch junge Talente, die beim ersten Mal nicht dabei waren, hatten die Möglichkeit, sich für diese Projektphase zu bewerben.
Das Projekt wird noch bis März 2013 vom INTERREG-Programm der Europäischen Union gefördert, soll aber auch darüber hinaus Bestand haben und weiterhin Jugendliche in ihrer musikalischen Entwicklung fördern. Nähere Informationen gibt es unter www.jed-phil.org.
Hintergrund
Das Projekt Junge Ems-Dollart Philharmonie wird im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, der Provincie Fryslân, der Provincie Drenthe und der Provincie Groningen kofinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der Ems Dollart Region.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das Programmgebiet des Förderprogramms INTERREG IV A Deutschland-Nederland erstreckt sich auf 46.737 Quadratkilometern beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze zwischen Nordseeküste und Niederrhein. Hier leben zwölf Millionen Menschen. Es umfasst damit Teile der deutschen Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und Gebiete der niederländischen Provinzen Friesland, Groningen, Drenthe, Flevoland, Overijssel, Gelderland, Nord-Brabant und Limburg.
Bei der Umsetzung des Förderprogramms spielen die Ems Dollart Region, die EUREGIO, die Euregio Rhein-Waal und die euregio rhein-maas-nord eine wichtige Rolle. Die vier deutsch-niederländischen Institutionen sind Ansprechpartner vor Ort, wenn neue Projekte in Angriff genommen werden und helfen bei deren Abwicklung.
Pressekontakt
Ems Dollart Region
Karin Eden, Mario Rauch
+31 (0)597-521-510
karin.eden(at)edr.eu, mario.rauch(at)edr.eu
Datum: 08.07.2010 - 14:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 224898
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Karin Eden
Stadt:
Bunde
Telefon: +31 (0)597-521-510
Kategorie:
Kunst und Kultur
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 31.05.2010
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