Bessere Arbeitsmarktpolitik statt Lockprämien
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Bessere Arbeitsmarktpolitik statt Lockprämien
"Der Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), ausländische Fachkräfte mit Prämien anzulocken, ist ein Irrweg", so Jutta Krellmann, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Arbeit und Mitbestimmung. "Solche Lockprämien unterwerfen die Zuwanderungspolitik einer menschenverachtenden Nützlichkeitslogik - nach dem Motto 'Nur wer uns nutzt, darf zu uns kommen' - und sie lenken von der Notwendigkeit einer besseren Arbeitsmarktpolitik ab." Krellmann weiter:
"Der Fachkräftemangel ist nicht vom Himmel gefallen, sondern das Ergebnis einer völlig falschen Politik. Wer qualifizierte Arbeitskräfte haben will, muss auch in Ausbildung und Weiterqualifizierung investieren, statt in diesen Bereichen immer weiter zu sparen. Und er muss die gängige Praxis beenden, dass qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 50 nur noch als Problemfälle wahrgenommen werden und junge Menschen mit guten Bildungsabschlüssen von einem Praktikum ins nächste geschoben werden. Es muss auch Schluss damit sein, dass qualifizierte alleinerziehende Frauen nur aufgrund fehlender Kinderbetreuungsangebote nicht arbeiten gehen können und so in Hartz IV gezwungen werden.
DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, diese falsche Politik mittels einer Fachkräfteinitiative zu korrigieren, brach liegendes Potenzial zu nutzen und die Unternehmen endlich in die Pflicht zu nehmen, mehr auszubilden."
F.d.R. Beate Figgener
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 02.08.2010 - 13:47 Uhr
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