Fachkräftemangel ist hausgemacht
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Fachkräftemangel ist hausgemacht
"Der von Bundesregierung und Wirtschaft beklagte Fachkräftemangel ist hausgemacht. Jahrelang haben sich die Unternehmen aus der Verantwortung für die Ausbildung junger Menschen zurückgezogen. Nur noch 24 Prozent der Betriebe bilden aus. Die Bundesregierung hat tatenlos zugesehen", erklärt Agnes Alpers, Sprecherin für Aus- und Weiterbildung der Fraktion DIE LINKE, bezüglich des von Arbeitsministerin von der Leyen und der Industrie- und Handelskammer beklagten Fachkräftemangels. "Im öffentlichen Bildungssystem jagt eine Sparorgie die nächste, Studienplätze werden abgebaut, in der Weiterbildung wird gekürzt. Es ist Aufgabe von Politik und Unternehmen, sich jetzt endlich um eine bessere Ausbildung zu kümmern, statt über die Ergebnisse der eigenen Versäumnisse zu klagen." Alpers weiter:
"Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit gab es zum 29. Juli für 511.000 Bewerber gerade einmal 405.000 betriebliche Ausbildungsplätze. Im Jahr 2008 wurden 500.000 Jugendliche ins Übergangssystem eingegliedert, da nicht genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung standen. Auch in diesem Jahr haben Hunderttausende Jugendliche keine Chance auf eine betriebliche Ausbildung. An den Hochschulen sieht es ähnlich aus: Seit Jahren wird diskutiert, dass wir mehr Studienplätze brauchen. Niemand sollte sich jetzt verwundert zeigen, dass es zu wenig Absolventen gibt.
Die Arbeitsministerin plant nun einen Trendreport, um herauszuarbeiten, in welcher Region welche Fachkräfte fehlen. Es soll eine längst überfällige passgenaue Planung durchgeführt werden. Die Planung allein reicht jedoch nicht, es müssen auch Taten folgen. Die Bundesregierung muss die Unternehmen endlich in die Pflicht nehmen, allen Jugendlichen eine gute Ausbildung mit einem anerkannten Abschluss zu ermöglichen und die geplanten Kürzungen in der Weiterbildung zurücknehmen."
F.d.R. Susanne Müller
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 24.08.2010 - 15:16 Uhr
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