Regierungsfraktionen lehnen Staerkung der Forschung zur Regenerativen Medizin ab
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Regierungsfraktionen lehnen Staerkung der Forschung zur Regenerativen Medizin ab
Anlaesslich der Ablehnung des SPD-Antrages "Adulte Stammzellforschung ausweiten, Forschung in der Regenerativen Medizin voranbringen und Deutschlands Spitzenposition ausbauen" durch die Fraktionen von CDU/CSU und FDP im Forschungsausschuss des Bundestages, erklaert der stellvertretende forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion René Roespel:
Es ist traurig: waehrend die Bundesregierung mehrere Millionen Euro zusaetzlich im Bundeshaushalt fuer die "Atom-Endlager" einplant, lehnen die Regierungsfraktionen gleichzeitig einen weiteren moderaten Ausbau der Foerderung der Forschung im Bereich der Regenerativen Medizin ab. Dabei hatte sich insbesondere die FDP vor der letzten Bundestagswahl wiederholt fuer eine Staerkung dieses Forschungsfeldes ausgesprochen.
Die Regenerative Medizin bietet spannende und langfristig fuer den Innovationsstandort Deutschland bedeutsame Ansaetze, auch zur Erforschung schwerer Krankheiten. Wenn Deutschland weiterhin weltweit eine Fuehrungsposition einnehmen will, muessen wir jedoch mehr Geld investieren und die rechtlichen Rahmenbedingungen verbessern. Genau dies haben wir gefordert und genau dies wurde von CDU/CSU und FDP nun abgelehnt. Damit tragen diese Fraktionen die Verantwortung, wenn Deutschlands bisher gute Position im harten internationalen Wettbewerb fuer die "Medizin der Zukunft" gefaehrdet wird.
Auch die Forderung der SPD, die Einrichtung einer nationalen Nabelschnurblutbank zu pruefen, haben die Regierungsfraktionen abgelehnt. Dabei waere eine solche Nabelschnurblutbank eine nuetzliche Ressource fuer die Forschung, die auch konkrete Relevanz fuer die Behandlung von kranken Menschen und insbesondere Kindern haben koennte. Selbst den vorsichtig formulierten Pruefauftrag fuer ein - von allen Expertinnen und Experten gefordertes - Fortpflanzungsmedizingesetz haben CDU/CSU und FDP abgelehnt.
Dieses Abstimmungsverhalten der CDU/CSU und FDP ohne die Vorlage eigener Vorschlaege ist ein Armutszeugnis einer Regierung, die sonst keine Gelegenheit auslaesst, die Bedeutung von Innovationen hervorzuheben.
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Datum: 06.10.2010 - 18:16 Uhr
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