Korrektur im zweiten Absatz: Bremen statt Bremerhaven -
Bremerhaven soll für Atomtransporte gesperrt werden / Senat soll den gestrigen Beschluss der Bremischen Bürgerschaft umsetzen
ID: 295530
nach Willen der Bürgerschaft keine Atomtransporte mehr abgewickelt
werden. Dem gestern gefassten Beschluss muss jetzt noch der Bremer
Senat zustimmen. Auch für weitere Hafenstädte kann die Bremer
Entscheidung eine Signalwirkung haben. So soll in den nächsten
Monaten ein Castor-Transport mit Atommüll vom Atommüllzwischenlager
Ahaus ins russische Majak über Hamburg ausgeführt werden. Auch über
Cuxhaven steht ein Atomtransport an. Hier sollen plutoniumhaltige
Brennelemente (MOX) aus der britischen Wiederaufbereitungsanlage
Sellafield umgeschlagen werden. Greenpeace fordert deshalb den
Hamburger Senat und den Landtag in Hannover auf, auch ihre Häfen für
Atomtransporte zu sperren.
"Die Bremische Bürgerschaft geht den einzig richtigen Weg", sagt
Greenpeace-Atomexperte Thomas Breuer. "Atomtransporte sind ein großes
Risiko für die Anwohner. Kaum jemand weiß, dass es fast täglich
gefährliche Atomtransporte gibt." Lübeck hat bereits 1990 seinen
Hafen für Atomtransporte gesperrt. Greenpeace setzt sich seit 1993
dafür ein, Bremerhaven für Atomtransporte zu sperren. Alleine 2010
sind bereits 85 Transporte über Bremen gelaufen.
Nach Willen der Bundesregierung soll Müll aus der
Atomforschungsanlage Rossendorf bei Dresden nach Russland
transportieren werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat den
Transport bereits im September 2010 genehmigt. Seit 2005 lagern die
gefährlichen Abfälle im niedersächsischen Ahaus. Die Region um die
Wiederaufbereitungsanlage in Majak ist hochgradig verstrahlt - so
beispielsweise auch der Karatschai-See, der kontaminierteste See der
Welt. Der Atommüll soll unter anderem über den Hamburger Hafen nach
Russland transportiert werden.
"Atommüll in eine so gefährliche Anlage wie Majak transportieren
zu wollen ist unverantwortlich", so Greenpeace-Atomexperte Thomas
Breuer . "Die Bundesregierung weiß genau, wie in Russland mit
Atommüll umgegangen wird. Wenn sie jetzt Atommüll dort hin liefert,
macht sie sich mitschuldig an der Verseuchung und am Leid der
Menschen vor Ort. Deutschland muss selbst die Verantwortung für den
sächsischen Atommüll übernehmen."
Mit der Bremer Entscheidung wird neben Hamburg nun auch Cuxhaven
als Ort für den Atomumschlag interessant. So ist es wahrscheinlich,
dass MOX-Brennelemente mit hochgiftigem Plutonium aus England mit dem
Schiff nach Cuxhaven kommen. Von dort aus sollen sie auf der Straße
zum Atomkraftwerk Grohnde (Niedersachsen) gebracht werden. Hierfür
haben die zuständigen Behörden bereits im Juli 2009 eine Übung mit
dem Atomtransportschiff "Atlantic Osprey" in Cuxhaven durchgeführt.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Thomas Breuer unter
0171-8780 820, oder den Sprecher der Greenpeace Gruppe in Bremerhaven
Jörn Roggenkamp unter 0170-8102 222. Pressesprecher Patric Salize
erreichen Sie unter 0171-8780 828. Internet www.greenpeace.de
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Datum: 12.11.2010 - 14:10 Uhr
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Energie & Umwelt
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