Studienplatzmangel: Bund und Laender muessen jetzt handeln

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Studienplatzmangel: Bund und Laender muessen jetzt handeln



(pressrelations) - Zur Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD zum Uebergang ins Masterstudium erklaert der stellvertretende bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Swen
Schulz:

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert sofortige Verhandlungen von Bund und Laendern ueber eine Aufstockung des Hochschulpaktes.
Doch leider unternimmt die Bundesregierung nichts, um dem immer groesseren Mangel an Studienplaetzen zu begegnen.

Die Hochschulpakte I und II, mit denen der Bund gemeinsam mit den Laendern in den Jahren 2007 bis 2015 insgesamt ueber 365.000 zusaetzliche Studienanfaengerplaetze finanziert, waren eine gute Entscheidung. Doch diese Vereinbarungen reichen vorne und hinten nicht mehr aus. Erstens ist die Anzahl der Studieninteressierten hoeher als urspruenglich angenommen. Im Studienjahr 2010 nahmen rund 442.600 Erstsemester ein Studium an Hochschulen in Deutschland auf. Damit zeigt sich, dass die bisherige Berechnungsgrundlage fuer den Hochschulpakt II bereits jetzt um rund 53.000 Studienanfaenger unter der aktuellen Zahl liegt.

Zweitens kommen nach Aussetzung der Wehrpflicht noch einmal bis zu 60.000 zusaetzliche Studienanfaenger auf die Hochschulen zu.
Und drittens wird immer deutlicher, dass fuer die Bachelor-Absolventen zu wenig Masterstudienplaetze angeboten werden. Es reicht nicht aus, nur Bachelor-Plaetze auszubauen, auch die Master-Plaetze muessen aufgestockt werden. In der Beantwortung unserer Kleinen Anfrage gibt die Bundesregierung ein trauriges Bild ab nach dem Motto: Nichts hoeren, nichts sehen, nichts sagen. Sie hat keine Zahlen, sie ist nicht zustaendig, aber mit dem Hochschulpakt ist alles gut. Das ist Arbeitsverweigerung.

Die Bundesregierung muss im Interesse der Hochschulen und Studieninteressierten sofort mit den Laendern ueber eine Aufstockung des Hochschulpaktes sprechen, damit ausreichend Plaetze fuer Studienanfaenger und fuer Master-Studierende zur Verfuegung stehen. Dabei muss - insbesondere mit Blick auf die Aussetzung der Wehrpflicht - der Bund seiner Verantwortung gerecht werden.




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Datum: 01.12.2010 - 14:15 Uhr
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