Bundesregierung lernschwach bei PISA
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Bundesregierung lernschwach bei PISA
"Auch neun Jahre nach den niederschmetternden Ergebnissen der ersten PISA-Studie, hat sich nicht wirklich etwas verändert. Beim Lesen, der Schlüsselkompetenz für erfolgreiches Lernen, und bei der sozialen Gerechtigkeit in der Bildung, sind die Befunde immer noch erschreckend schlecht. Nach wie vor ist der Bildungserfolg, wie in kaum einem anderen Industrieland so stark von der sozialen Herkunft abhängig, wie in Deutschland. Eine zentrale Ursache für diese soziale Ungleichheit liegt nach der Studie im gegliederten Schulsystem begründet, welches die Kinder viel zu früh in eine für sie vermeintlich passende Schulform einsortiert.
Für eine Verbesserung der Bildungschancen und Bildungsergebnisse genügt es nicht, jährlich neue Programme, wie jetzt das Leseprogramm, zu erfinden. Auch ein Zentralabitur ist ungeeignet, die wesentlichen Nachteile des deutschen Bildungssystems zu beheben. Das ist ein Zentralismus durch die Hintertür. Vielmehr ist es erforderlich, auf der Grundlage der bundesweit einheitlichen Bildungsstandards endlich eine individuelle Förderung jedes Kindes in Gemeinschaftsschulen zu ermöglichen und auf die Zuweisung zu unterschiedlichen Bildungsgängen mit unterschiedlichen Bildungsniveaus zu verzichten. Die so erreichten Abschlüsse müssen dann in allen Ländern ohne Wenn und Aber anerkannt werden. In Deutschland muss endlich Schluss gemacht werden mit einem aus dem vergangenen Jahrhundert überkommenen Bildungssystem. Es ist ungeeignet, die Bildungserwartungen von Menschen im 21. Jahrhundert zu erfüllen."
F.d.R. Beate Figgener
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 07.12.2010 - 20:15 Uhr
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