Hartz-IV-Blockade geht zu Lasten der Kommunen

Hartz-IV-Blockade geht zu Lasten der Kommunen

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Hartz-IV-Blockade geht zu Lasten der Kommunen



(pressrelations) - Blockierer ohne Finanzierungsvorschlag

SPD, Grüne und Linke haben sich am Freitag für eine Bundesratsblockade der Hartz-IV-Reform entschieden. Die unsachliche Kritik und die Forderungen, mit denen die Opposition ein fristgerechtes Inkrafttreten verhindert, irritieren nicht nur die betroffenen Hilfeempfänger. Auch die Spitzenverbände der Städte, Gemeinden und Landkreise kritisieren diese Politik. Dazu erklärt der kommunalpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Götz:

"SPD, Linkspartei und Grüne riskieren mit ihren parteitaktischen Spielchen im Bundesrat bei der SGB-II-Leistungsrechtsreform enorme Mehrkosten für die Städte, Gemeinden und Landkreise. Populistisch wie nie zuvor werden illusorische Forderungen erhoben. Damit ignorieren die linken Parteien nicht nur die Auswirkungen auf das Lohnabstandsgebot. Sie drohen damit auch, den Kommunen Mehrkosten im Milliardenbereich aufzubürden.Schließlich würde sich mit dieser realitätsfernen Politik die Zahl der Leistungsempfänger massiv erhöhen. Dabei entstehen schon jetzt zusätzliche Ausgaben, unter anderem für die von den Kommunen zu tragenden Unterkunftskosten der Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Die Blockierer machten in der Debatte im Bundesrat dazu keinen einzigen Finanzierungsvorschlag. Besonders abwegig hingegen war die Forderung nach mehr Ganztagsschulen. Schließlich sind dafür nach der derzeitigen Verfassungslage nicht der Bund, sondern die im Bundesrat vertretenen Länder selbst zuständig. Die linken Parteien lassen kaum eine Debatte verstreichen, ohne utopische Forderungen mit enormen Mehrbelastungen für die Kommunen zu erheben. Das ist unfair, weil die Städte, Gemeinden und Landkreise an den politischen Entscheidungen nicht beteiligt sind." Hintergrund:Hartz-IV-Sätze von 420 Euro, wie sie die Opposition fordert, würden dazu führen, dass die Zahl der Empfänger von rund 6,7 Millionen auf etwa 8,7 Millionen ansteigt. Dies würde die Öffentliche Hand sieben bis zehn Milliarden Euro zusätzlich kosten.




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Datum: 17.12.2010 - 19:15 Uhr
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