Koalition stimmt gegen klimafreundliche Landwirtschaft

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Koalition stimmt gegen klimafreundliche Landwirtschaft



(pressrelations) - Zur heutigen Ablehnung des Antrags "Herausforderung Klimawandel
- Landwirtschaft 2050" der SPD-Bundestagsfraktion im Ausschuss fuer Ernaehrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erklaert die zustaendige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion Waltraud Wolff:

Klimaschutz hat im Handeln der schwarz-gelben Koalition keinen Platz. Heute haben Union und FDP im Ausschuss fuer Ernaehrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein Sofortprogramm abgelehnt, mit dem die groessten Treibhausgasquellen der Landwirtschaft geschlossen werden koennten. Statt sich fuer eine nachhaltigere und klimaschonendere Landwirtschaft einzusetzen, bleibt die Koalition rueckwaertsgewandt.

Union und FDP ignorieren den Anteil der Landwirtschaft am Ausstoss von Treibhausgasen. Landwirtschaftliche Produktion ist aber nicht klimaneutral. Die Trockenlegung von Suempfen und Mooren zur landwirtschaftlichen Nutzung, die Abholzung von tropischen, subtropischen und borealen Waeldern, der Umbruch von Gruenland und Brachflaechen, der intensive Ackerbau mit engen Fruchtfolgen und Monokulturen, der starke Einsatz von synthetischen Duengemitteln und die intensive Tierhaltung tragen nachweislich zum Klimawandel bei.

Deswegen fordern wir in unserem Antrag "Herausforderung Klimawandel - Landwirtschaft 2050" die groessten Treibhausgasquellen der Landwirtschaft mit einem Sofortprogramm zu schliessen. Es gilt den Gruenlandumbruch zu unterbinden und die Stickstoffueberschuesse zu begrenzen. Zwingend ist weiterhin die Festlegung konkreter Reduktionsziele fuer die Landwirtschaft.

Es ist Zeit zu handeln. Wir wollen den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf hoechstens zwei Grad Celsius begrenzen. Fuer Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft wird selbst dieser Anstieg erhebliche Auswirkungen haben.

Gerade die Agrarpolitik muss auf das Erreichen der Klimaziele draengen. Sie muss notwendige Massnahmen zur Reduzierung der durch Nahrungsmittel- und Biomasseproduktion induzierten Emissionen ergreifen.




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Datum: 26.01.2011 - 15:45 Uhr
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