Finanzkontrolle Schwarzarbeit braucht mehr Personal
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Finanzkontrolle Schwarzarbeit braucht mehr Personal
Dass fast jeder fuenfte Bauunternehmer nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestloehne zahlt, ist ein Unding. Offenbar sind viele Unternehmer noch immer nicht bereit, gesellschaftliche Verantwortung zu uebernehmen und sich an Recht und Gesetz zu halten. Aehnlich hohe Zahlen aus dem Gebaeudereinigerhandwerk (15 Prozent bei Kontrollen festgestellte Verfehlungen) belegen, wie notwendig effektivere Kontrollen sind.
Die Mindestloehne im Arbeitnehmerentsendegesetz sind keine grobe Empfehlung, sondern eine rechtlich zwingende Lohnuntergrenze.
Deshalb ist auch die Bundesregierung verpflichtet, eine wirksame Kontrolle der Mindestlohn-Zahlung zu ermoeglichen.
Die zustaendige Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FSK) braucht mehr Personal. Nur so ist es moeglich, die Zahlung der Branchenmindestloehne effektiv zu ueberwachen. Derzeit kontrollieren rund 6.500 Mitarbeiter, ob die Branchenmindestloehne bei ueber 2,3 Millionen Arbeitnehmern eingehalten werden. Das ist ein unhaltbares Missverhaeltnis zwischen Kontrolleuren und Kontrollierten.
Die vom Finanzministerium angekuendigte Aufstockung um je 100 Planstellen im Jahr 2012 und 2013 ist viel zu gering und wird wirkungslos verpuffen. Viele Arbeitgeber, die sich unrechtmaessig um Mindestloehne herumdruecken, werden weiterhin unentdeckt bleiben.
Mit der Weigerung der Regierung, die FSK personell anstaendig auszustatten, bleibt der Branchenmindestlohn ein zahnloser Tiger. Dem Staat entgehen Einnahmen, und etliche Menschen muessen weiterhin fuer Dumpingloehne arbeiten.
Wir fordern die Regierung auf, der FSK mehr Personal zuzuteilen.
Nur so kann diese ihre Pflicht als Mindestlohn- und Schwarzarbeitskontrolleur nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis nachgehen.
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Datum: 22.03.2011 - 17:30 Uhr
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