Jugendliche lieber in den Bus als aufs Moped
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Jugendliche lieber in den Bus als aufs Moped
Ein Modellversuch in Sachsen und Thueringen zur Frage, ob 15-jaehrige auf ein Moped gehoeren oder nicht, ist nicht der richtige Weg. 15-jaehrige sind aeusserst risikofreudig. Sie gehoeren aus Sicherheitsgruenden nicht auf ein Moped. Die Laender sollten lieber den OePNV staerken, als auf Billigloesungen zu setzen.
Verkehrsminister Ramsauer hatte angekuendigt, bei der Verkehrsministerkonferenz in dieser Woche ein Bundesland zur Erprobung des "Mopedfuehrerscheins mit 15" finden zu wollen. Nun haben sich Thueringen und Sachsen offenbar bereit erklaert, am Modellversuch teilzunehmen - zwei Flaechenlaender mit geringer Bevoelkerungsdichte und kostenintensivem Personennahverkehr.
Letztlich entscheidet jedes Bundesland fuer sich, ob es ihm wert ist, auf Kosten der Sicherheit Jugendlicher herauszufinden, ob das jetzige Mindestalter von 16 auf 15 Jahre gesenkt werden muss. Kinder und Jugendliche seien schon an sich ein hohes Risiko im Strassenverkehr sagen die Fachleute. Dass die Gefahreneinschaetzung, Vorbeugung und Konzentration erst mit 14 Jahren voll entwickelt ist, betonten sie immer wieder. Mit 15 Jahren fehle es ihnen an der notwendigen Erfahrung, die Faehigkeiten ausreichend anzuwenden.
Offensichtlich hegt Herr Ramsauer berechtigte Zweifel gegen die Absenkung des Mindestalters, aber er fuehlt sich an den schwarz-gelben Bundestagsbeschluss gebunden. Diesem Umstand will er durch einen Modellversuch gerecht werden. Dieser Vorstoss verdient eine komplette Absage.
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Datum: 08.04.2011 - 21:00 Uhr
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