FT: Kommentar zu Arbeitsmarkt
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Das grenzt zwei Jahre nach einer historischen Weltwirtschaftskrise an
ein Wunder. Doch nun dies: Am 1. Mai öffnet Deutschland seine Grenzen
für osteuropäische Arbeitnehmer. Schwarzseher warnen bereits vor
einem Heer von Billiglöhnern, das nun in die Bundesrepublik
einfallen und die schöne neue Arbeitswelt gleich wieder aus den Fugen
bringen könnte. Doch gemach! Die Horrorszenarien von sinkenden
Löhnen, Sozialdumping und wieder steigender Erwerbslosigkeit
entbehren jeder Grundlage. Experten gehen davon aus, dass kaum mehr
als 100000 Menschen pro Jahr aus dem Osten zu uns kommen werden. Aber
ist das eigentlich eine gute Nachricht? Kaum. Trotz des Jobwunders
und des Aufschwungs muss sich Deutschland nun schon seit längerem
sagen lassen, für Zuwanderer nicht attraktiv genug zu sein. Und das
sollte in einem Land, in dem es der Wirtschaft an hoch qualifiziertem
Nachwuchs und an Fachkräften mangelt, niemanden freuen.
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Stephan Richter
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Datum: 28.04.2011 - 20:23 Uhr
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