Unions-Innenminister wollen Ausnahmen im Anti-Terror-Kampf zur Regel machen
ID: 405870
Unions-Innenminister wollen Ausnahmen im Anti-Terror-Kampf zur Regel machen
"Die Unions-Innenminister haben sich heute offenbar von dem Ziel verabschiedet, den Terror zu besiegen. Anders ist es nicht zu verstehen, dass sie die Anti-Terror-Gesetze, die als Reaktion auf den 11. September 2001 verabschiedet wurden, nicht nur verlängern, sondern entfristen wollen", erklärt Jan Korte, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE, zu den heutigen Forderungen der Unions-Innenminister, die 2012 auslaufenden Anti-Terror-Gesetze zu entfristen. Korte weiter:
"Für die Notwendigkeit der Eingriffsbefugnisse existiert bis heute kein einziger Nachweis. In keinem einzigen Fall hat die Bundesregierung bislang konkrete Erkenntnisse aus den erweiterten Eingriffsbefugnissen als ausschlaggebend für die Verhinderung von Anschlägen oder für Ermittlungserfolge benannt. Die Gesetze ohne diesen Nachweis zu verlängern, ist fahrlässig, sie zu entfristen ist eine Kapitulation des Rechtsstaates vor dem Schreckgespenst des Terrorismus.
Die Anti-Terror-Gesetze haben bis an die Grenzen der Verfassung gehende Eingriffsbefugnisse ermöglicht, vor allem für die Geheimdienste. Selbst der von der Bundesregierung bestellte Gutachter Professor Heinrich Wolff hat festgestellt, dass nicht alle Befugnisse verfassungsrechtlich unbedenklich sind.
DIE LINKE besteht weiterhin auf einer unabhängigen und bürgerrechtlichen Evaluierung der Anti-Terror-Gesetze, auch der zahlreichen nicht befristeten Regelungen. Wer den demokratischen Rechtsstaat schützen will, darf Bürgerrechte und Verfassung nicht zur lästigen Nebensache machen."
F.d.R. Susanne Müller
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher@linksfraktion.de
www.linksfraktion.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 14.05.2011 - 06:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 405870
Anzahl Zeichen: 2145
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 244 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Unions-Innenminister wollen Ausnahmen im Anti-Terror-Kampf zur Regel machen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Die Linke. im Bundestag (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Bundesregierung will auf die sogenannte Extremismusklausel bei der Förderung von Anti-Rechts-Initiativen verzichten. Bisher gibt es von Familienministerin Schwesig aber nur eine "interne Dienstanweisung". Dazu erklärt der Bundesgeschäftsführer der LINKEN, Matthias Höhn: Von
Diese SPD für uns nicht koalitionsfähig ...
Vor dem heutigen Bundesparteitag der SPD, erklärt das LINKE-Vorstandsmitglied Dominic Heilig im Hinblick auf den innerparteilichen Proporz und Streit zwischen Ost- und Westlandesverbänden in der SPD: Solange diese Partei ihr Binnenverhältnis nicht geklärt hat, ist sie für uns nicht koaliti
EEG - Industrieprivilegien kosten reguläre Arbeitsplätze ...
"Die unberechtigten Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage müssen umgehend gestrichen werden", fordert Martin Schirdewan, Mitglied des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE. Er erklärt weiter: Es muss endlich Schluss damit sein, dass sich Unternehmen durch die Umwandlung regulärer
Weitere Mitteilungen von Die Linke. im Bundestag
Kooperation zwischen DKMS und DITIB: Gesundheitsministerin Aygül Özkan übernimmt Schirmherrschaft ...
Hannover - Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Leukämie. Nur ein Drittel der Patienten findet innerhalb der Familie einen geeigneten Spender. Der Großteil benötigt einen Fremdspender. Gerade bei Menschen mit Migrationshintergrund ist die Suche nach einem geeigneten Spender sch
Städtebaulicher Denkmalschutz ...
Bund-Länder- Städtebauförderungsprogramm ''Städtebaulicher Denkmalschutz'' - Innenminister Joachim Herrmann: "15 Millionen Euro für Aufwertung historischer Stadt- und Ortskerne" "Unsere gewachsenen Stadt- und Ortskerne sind Kostbarkeiten, die Bayern einzigarti
Menschenrechtsbeauftragter kritisiert massive Menschenrechtsverletzungen in Syrien ...
Vor dem Hintergrund anhaltender Gewalt der syrischen Sicherheitskräfte gegen Demonstranten, Oppositionelle und Bürgerrechtler erklärte der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik im Auswärtigen Amt, Markus Löning, heute (13.05.): "Das brutale und willkürliche Vorgehe
Der Verzicht auf die Finanztransaktionssteuer ist der Kniefall vor Herrn Ackermann und der Bankenlobby ...
Die Bundesregierung will weiter nur kleine und mittlere Einkommen schröpfen, statt endlich auch Reiche und Vermögende zur Kasse zu bitten, um die Löcher in den öffentlichen Haushalten zu stopfen, kritisiert die Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Gesine Lötzsch: Es ist ein Kniefall vor Herrn




