BUND, Greenpeace, .ausgestrahlt, WWF und NABU: Atomausstieg ohne Wenn und Aber

BUND, Greenpeace, .ausgestrahlt, WWF und NABU: Atomausstieg ohne Wenn und Aber

ID: 413342

BUND, Greenpeace, .ausgestrahlt, WWF und NABU: Atomausstieg ohne Wenn und Aber



(pressrelations) - : Kurz vor den anstehenden Entscheidungen über die künftige Atompolitik haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace, der WWF, der Naturschutzbund NABU und die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt die Bundesregierung aufgefordert, den vollständigen Atomausstieg weit vor dem bisher von ihr genannten Datum abzuschließen. Die Atomenergie stelle ein unverantwortbares Risiko für die Bevölkerung dar und könne problemlos durch umweltfreundliche und sichere Alternativen ersetzt werden. Eine Verzögerung des Atomausstiegs bis 2022 würden die Umweltverbände nicht hinnehmen. Die Bundesregierung müsse ihre Ankündigung, den Atomausstieg so schnell wie möglich zu vollziehen, endlich in die Tat umsetzen und die Energiewende deutlich beschleunigen.

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: "Die Bundesregierung muss die Gefahren der Atomkraft so schnell wie möglich beseitigen. Wenn selbst die Reaktorsicherheitskommission zu dem Schluss kommt, alle deutschen Atomkraftwerke haben Sicherheitsprobleme, dann müssen alle Reaktoren umgehend und ohne Wenn und Aber vom Netz. Alle Argumente der Verzögerer und Bedenkenträger lassen sich widerlegen. Derzeit laufen nur noch vier Atomkraftwerke, ohne dass es Schwierigkeiten bei der Stromversorgung gibt. Es wird keinen Blackout und es wird keine Importe von Atomstrom geben. Jede Hintertür für einen erneuten Ausstieg aus dem Atomausstieg ist Gift für die dringend erforderliche Energiewende."

Brigitte Behrens, Greenpeace-Geschäftsführerin: "Unsere Auswertung des Berichts der Reaktorsicherheitskommission zeichnet ein klares Bild: Die sieben ältesten Atomkraftwerke sowie der Pannenreaktor Krümmel stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, daher darf keiner dieser Uralt-Meiler jemals wieder ans Netz. Die restlichen neun AKWs müssen sukzessive ebenfalls abgeschaltet werden. Die Atompolitik der Regierung ist nur glaubwürdig, wenn sie auch die Risiken der Endlagerung neu bewertet und längst überholte Denkmuster aufgibt. Wir brauchen endlich eine alternative Endlagersuche in ganz Deutschland unter Ausschluss des ungeeigneten Salzstocks in Gorleben."



Regine Günther, Leiterin des Bereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland: "Der Klimaschutz und der Ausstieg aus der Atomkraft dürfen auf keinen Fall gegeneinander ausgespielt werden. Wir erwarten ein konsistentes Konzept, das beide Elemente glaubhaft verbindet. Dazu gehören ein Klimaschutzgesetz und die klare Absage an den Bau neuer Kohlekraftwerke. Wir können nur dann ein Modell für andere Staaten sein, wenn wir auf die gefährliche Atomenergie verzichten und gleichzeitig beim Klimaschutz vorankommen."

NABU-Präsident Olaf Tschimpke warnte davor, den Atomausstieg mit Verweis auf mögliche Konflikte beim Netzausbau oder dem Bau von Stromspeichern zu verschleppen: "Die Planungssicherheit für die Energiewende gefährden nicht etwa protestierende Bürger oder Naturschutzverbände, sondern Energiekonzerne und Politiker, die weiter für Atom- und Kohlestrom kämpfen. Es gibt immer noch Stimmen aus den Regierungsfraktionen, die mittels einer Revisionsklausel im Atomgesetz den endgültigen Atomausstieg in Frage stellen wollen. Entsprechende Beschlüsse von Schwarz-Gelb würden zum größten Hindernis für die notwendigen Investitionen in erneuerbare Energien und bei der Senkung unseres viel zu hohen Energieverbrauchs. Die Energiewende benötigt eine modernisierte Infrastruktur mit neuen Leitungen, Technologien und Speichern. Diese müssen unter Beteiligung der Betroffenen geplant und so umweltverträglich wie möglich realisiert werden."

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, erklärte: "Am Samstag werden bundesweit in 21 Städten Zehntausende gegen das Zaudern der Bundesregierung in Sachen Atomausstieg auf die Straße gehen. Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel meint, den gesellschaftlichen Konflikt um die Atomkraft befrieden zu können, indem die Mehrheit der Atomkraftwerke in Deutschland noch länger laufen soll als vor Jahren mit dem wachsweichen Atomkonsens von Rot-Grün geplant, täuscht sie sich gewaltig. Das wird breite Proteste und anhaltenden Widerstand hervorrufen. Für Pfingsten sind bereits große Blockadeaktionen an mehreren Atomkraftwerken angekündigt. Und wenn Merkel weiter an einem Endlager im völlig ungeeigneten Salzstock im Wendland festhält, wird ihr im Herbst beim Castor-Transport nach Gorleben das ungelöste Entsorgungsproblem erneut auf die Füße fallen."


Pressekontakte:
Thorben Becker, BUND-Energieexperte, Mobil: 0173-6071603, Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 030-27586-425, Mobil: 0171-8311051, E-Mail: presse@bund.net;
Tina Loeffelbein, Greenpeace-Sprecherin, Mobil: 0151-16720915; E-Mail: tina.loeffelbein@greenpeace.de;
Astrid Deilmann, Pressesprecherin WWF Deutschland, Tel. 030-311777-423, E-Mail: deilmann@wwf.de;
Karin Deckenbach, NABU-Pressesprecherin, Mobil: 0173-9306515, E-Mail: karin.deckenbach@nabu.de;
Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt, Mobil: 0170-9358759.Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Windenergie in NRW ? Volle Kraft voraus mit Repowering und neuen Anlagen im Wald Smarte Büros mit geringem Energieverbrauch
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 26.05.2011 - 02:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 413342
Anzahl Zeichen: 5501

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 304 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"BUND, Greenpeace, .ausgestrahlt, WWF und NABU: Atomausstieg ohne Wenn und Aber"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Landwirtschaftlicher Antibiotika-Einsatz nach wie vor zu hoch. Reserveantibiotika dürfen in der Tierhaltung nicht länger zur Anwendung kommen ...
Bei der gestern Abend vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin durchgeführten Veranstaltung mit dem Titel "Wundermittel Antibiotika - ihr Einsatz im Tierstall und die Folgen für Mensch und Tier" hat der BUND-V

Deutschland muss im Pariser Klimavertrag 100 Prozent erneuerbare Energien und ausreichend Unterstützung für arme Länder veran ...
Berlin/Bonn: Konsequenteren Klimaschutz und ausreichende Unterstützung für die vom Klimawandel betroffenen ärmeren Länder fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace sowie Oxfam im Vorfeld des am Montag in Bonn startenden letzten Vorbereitungstreffens zur Pariser

Gemeinsame Pressemitteilung von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), DEEPWAVE, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Greenpeace, NABU, .... ...
Regierung muss beim Schutz der Meere nachbessern - Verbände kritisieren Maßnahmenplan und legen Schattenliste vor Mit scharfer Kritik reagieren acht deutsche Umweltverbände auf die aktuellen Meeresschutzpläne von Bund und Ländern. "Der vorliegende Entwurf enttäuscht. In dieser Form w


Weitere Mitteilungen von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)


Windenergie in NRW ? Volle Kraft voraus mit Repowering und neuen Anlagen im Wald ...
Mehr als 460 Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik sowie 80 Aussteller ? der 3. Branchentag Windenergie in der Messe Essen erhielt enormen Zuwachs. Das zeigt, wie sehr die Themen Windenergie und Windindustrie auch in Nordrhein-Westfalen im Fokus des Interesses stehen. Veranstalter des Branche

„Umweltrelevante Produktinformationen im E-Commerce“ - Projekt startet mit Unternehmensbefragung ...
Produktinformationen im E Commerce sind das Thema eines neuen Forschungs- und Entwicklungsvorhabens des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Mit diesem Projekt will das Ministerium gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA) dazu beitragen, ökologische Produktinform

Anbieterwechsel von privaten Energieversorger ...
Einerseits reissen ständig steigende Energiepreise bei vielen Familien ein ziemlich große Loch in ihr Haushaltsbudget andererseits sind besonders in letzter Zeit viele umweltbewusste Abnehmer mit ihrem Energielieferanten nicht mehr ser glücklich. Ein Vergleich der Energieversorger kann hier s

DEGERenergie: neue Einspeisetarife in Italien erhöhen Marktchancen für effizientere Photovoltaik-Systeme ...
Horb a.N., 25. Mai 2011. Sinkende Einspeisetarife für Solarenergie wirbeln den italienischen Markt durcheinander. Zu den zentralen Auswirkungen der neuen Tarife gehört, dass sie die Branche zu mehr Effizienz zwingen, meint Christopher Seng, Area Sales Manager bei DEGERenergie. Mit mehr als 40.000


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z