Vizepräsident Schindler: ?Keine Reform, sondern Fortentwicklung der EU Agrarpolitik?
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Vizepräsident Schindler: "Keine Reform, sondern Fortentwicklung der EU Agrarpolitik"
"Die Überlegungen zur Weiterentwicklungen der gemeinsamen EU-Agrarpolitik dürfen nicht in einem Paradigmenwechsel und in einer alles umkehrenden Reform münden, sondern in einer Fortentwicklung." Dies hob der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Norbert Schindler, auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Weinbauverbandes am 25. Mai 2011 in Berlin hervor. Schindler lobte in seiner Ansprache die gute Zusammenarbeit mit dem Deutschen Weinbauverband, insbesondere bei der Nachwuchsgewinnung sowie der Nachwuchsförderung und der Aus- und Weiterbildung. In diesem Zusammenhang ging Schindler auch auf den in Baden-Württemberg stattfindenden Bundesentscheid im Berufswettbewerb der Landjugend ein. Hier würden Junglandwirte und Jungwinzer ihr ganzes Können zeigen, betonte Schindler.
Zu den weinbaupolitischen Anliegen im Rahmen der GAP-Reform sagte Schindler dem Deutschen Weinbauverband die volle Unterstützung des DBV zu. Dazu würden Fragen der Pflanzrechte, der önologischen Verfahren und auch der spezifischen Unterstützungsprogramme gehören.
Zur europäischen Agrarpolitik führte Schindler weiter aus, sie sei während der vergangenen Jahrzehnte mehrfach tiefgreifend reformiert und modernisiert worden. Jetzt bedürfe es der Kontinuität und Stabilität, betonte Schindler. Notwendig sei dies besonders vor dem Hintergrund, dass in Deutschland die Beschlüsse aus der Reform von 2003 mit einer einheitlichen Flächeprämie am weitesten umgesetzt worden seien. Diese Veränderungen der vergangen Jahren hätten den deutschen Landwirten viel abverlangt. Nun gelte es, die EU-Agrarpolitik in den einzelnen Mitgliedsstaaten wieder zu harmonisieren. Dazu bedürfe es auch einer ausreichenden finanziellen Ausgestaltung des europäischen Agrarbudgets, betonte Schindler. Für den DBV sei es unerlässlich, dass das jetzige Agrarbudget auch für die Zeit bis 2020 fortgeführt werde. Die EU-Kommission forderte Schindler zu einem realistischen Vorschlag auf, der der strategischen Bedeutung der Landwirtschaft für die Welternährung sowie für den Klimaschutz Rechnung trage.
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Datum: 12.06.2011 - 13:15 Uhr
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