Neues Deutschland: zur Erwerbstätigenstatistik 2011
ID: 547776
Ereignis, dessen Zustandekommen man sich nicht erklären kann, so dass
es Verwunderung und Erstaunen auslöst. Erstaunt zeigen sich nun auch
Deutschlands Medien, denn das »deutsche Jobwunder« hat so viele
Menschen wie nie zuvor in Arbeit gebracht. Doch Wunder gibt es leider
nur im Märchen. In der Bundesrepublik verdankt sich der Jobboom nicht
höheren Mächten, sondern vor allem der Agenda 2010. Das große Plus
hat viel mit sogenannter atypischer Beschäftigung zu tun. Die Zahl
der Normalarbeitsverhältnisse, also unbefristeter Stellen, ist seit
vielen Jahren rückläufig. Die Bundesregierung selbst geht hier von
einem Rückgang um 466 000 Stellen aus. Arbeit ist eben nicht gleich
Arbeit. Zudem sind die Zahlen, die das Statistische Bundesamt nun
veröffentlicht hat, nicht aussagekräftig. Beim Bundesamt gelten
nämlich alle als erwerbstätig, die in einem Arbeitsverhältnis stehen
oder einer auf wirtschaftlichen Erwerb ausgerichteten Tätigkeit
nachgehen. Den Statistikern ist es dabei herzlich egal, wie viele
Stunden jemand arbeitet. Darum werden beispielsweise selbst
geringfügig Beschäftigte erfasst. Das Wunder entpuppt sich bei
genauerem Hinsehen als neoliberaler Hokuspokus. Wenn jeder dritte Job
in der Zeitarbeitsbranche entsteht, dann läuft etwas falsch. Wie
nachhaltig die in letzter Zeit geschaffenen Arbeitsplätze sind, wird
sich demnächst zeigen. Wenn die Konjunktur, die sich vor allem aus
dem Export speist, an Fahrt verliert, dann bräuchten wir wirklich ein
Wunder.
Pressekontakt:
Neues Deutschland
Redaktion / CvD
Telefon: 030/2978-1721
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.01.2012 - 18:04 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 547776
Anzahl Zeichen: 1821
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 203 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neues Deutschland: zur Erwerbstätigenstatistik 2011"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neues Deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von Neues Deutschland
HAMBURGER ABENDBLATT: Inlandspresse, Hamburger Abendblatt zu Wulff ...
Ein Kommentar von Matthias Iken Ob der Bundespräsident Christian Wulff (CDU) in den Geschichtsbüchern große Spuren hinterlassen wird, steht noch dahin. Aber in die Lehrbücher der Krisenkommunikation dürfte es der Osnabrücker zweifellos schaffen - als Beispiel, wie man eine kleine Affä
LVZ: CSU will mit Grundgesetzänderung zur Parteienfinanzierung keine NPD-Sonderregelung / Müller: "Es geht uns um alle extremistischen Parteien" ...
Mit der angestrebten Grundgesetzänderung, um noch vor einem offiziellen Verbot die staatliche Parteienfinanzierung für die NPD zu verhindern, strebt die CSU nicht nur eine Sonderregelung zu Lasten der NPD an. Stefan Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag
BDS Deutschland gegründet: „Der Mittelstand braucht eine selbstbewusste Stimme in Berlin“ ...
BERLIN/MÜNCHEN. „In vielen Fragen haben die Beschlüsse der Bundespolitik eine intensive Auswir-kung auf uns Mittelständler. Mit dem BDS Deutschland wollen wir in Zukunft in Berlin stärker Flagge zeigen. Die Gründung dieses neuen Bundesverbandes ist daher die konsequente Weiterentwicklung des
Sie haben Post Frau Dr. Münch. ...
Kanzlerin Merkel gehört zu den Pionieren, Ministerpräsident Platzeck auch. Münchens Oberbürgermeister Ude, Bürgermeister Nimptsch aus Bonn und der Oberbürgermeister von Münster Lewe sowie so. Jetzt kommt auch die Bildungsministerin von Brandenburg Frau Dr. Münch direkt dazu. Ab 01.12.2011




