Rheinische Post: Schul-Evolution
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Dieses Ergebnis dürfte ganz im Sinne der Schulministerin sein: 50
Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben zum neuen Jahr die Einrichtung
einer Sekundarschule beantragt. Sylvia Löhrmann hat zwei Gründe, sich
darüber zu freuen. Erstens: Die Zahl zeigt, dass der
schwarz-rot-grüne Schulkompromiss mit der Sekundarschule als
Kernstück nötig war. Der Handlungsdruck ist groß, weil die
Schülerzahlen für eigene Haupt- und Realschulen vielerorts nicht mehr
reichen. Und bevor jemand argwöhnt, jetzt klopften vor allem links
regierte Kommunen bei Löhrmann an: Drei Fünftel der Bewerber haben
parteilose oder CDU-Bürgermeister. Zweitens: So viele, dass man von
Revolution statt von Evolution sprechen müsste, sind es nun auch
wieder nicht. 100 Kommunen hätten zum Sommer Interesse an einer
Sekundarschule, hatte es aus dem Ministerium im Vorfeld geheißen. Die
Hälfte ist es geworden - was, zumindest in der Summe, für Augenmaß
und gegen Hopplahopp spricht. Das ist auch gut so: Derart
grundlegende Veränderungen wie die Einführung der Sekundarschule
müssen von unten wachsen, und das braucht Zeit. Schließlich geht es
um nicht weniger als die Herausbildung eines zweigliedrigen
Schulsystems in NRW.
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Datum: 02.01.2012 - 20:08 Uhr
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