WAZ: Hilfe für Häuslebauer. Kommentar von Tobias Blasius
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Wohnungsmangel mehr. Dennoch ist es für Rentner, Geringverdiener oder
Studenten zwischen Duisburg und Dortmund nicht leicht, eine günstige
und zugleich zentrale, ordentlich gedämmte oder barrierefreie Bleibe
zu finden. Der rasant gewachsene Wohnungsmarkt aus den Zeiten der
Schwerindustrie genügt nicht mehr den Ansprüchen einer alternden
Dienstleistungsgesellschaft mit vielen Single-Haushalten. Nicht der
Mietpreis ist vielerorts beklagenswert, sondern die Qualität des
Angebots. Es weist deshalb in die richtige Richtung, wenn die
Landesregierung die einstige Eigenheimförderung zusehends in eine
Sanierungs- und Neubauprämie für bestimmte Regionen und
Einkommensgruppen umwandelt. Althergebrachte Häuslebauer-Hilfen sind
bei historisch niedrigen Bauzinsen ohnehin kaum noch zu vermitteln.
Allerdings bleibt Rot-Grün auf halber Strecke stehen. Wenn schon fast
eine Milliarde Euro Subventionen in die Wohnraumförderungen fließen
müssen, sollte besser die Umgestaltung unvermietbarer Viertel mit
Abrissprämien, Umbau- und Modernisierungsanreizen beherzt
vorangetrieben werden.
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Datum: 19.01.2012 - 19:28 Uhr
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