Mittelbayerische Zeitung: Zur Insolvenz bei Schlecker: Wer zu spät kommt...
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Meike und Lars Schlecker hatten nicht mehr genügend Zeit, um ihr
gigantisches Unternehmen retten zu können. Ausgerechnet jetzt, da
nach turbulenten Jahren mit heftiger öffentlicher Kritik am Umgang
der Drogeriekette mit ihren Mitarbeitern wieder etwas Ruhe eingekehrt
war. Aber die Konkurrenten hatten sich längst positioniert, mit
modernen Angeboten und großzügig ausgestatteten Läden. Das alte
Schlecker-System, ständig neue Filialen in allen Größen zu eröffnen
und sich dies von den Lieferanten mitfinanzieren zu lassen, war am
Ende. Selbst im großen Deutschland ist irgendwann der Markt
gesättigt. Und dann geht es eben darum, wer sich auf die
Kundenwünsche besser eingestellt hat. Schlecker war es nicht mehr. Ob
nun gerettet werden kann, was noch zu retten ist, bleibt fraglich.
Zwar müssen die Schlecker-Erben das Kommando nicht komplett einem
Insolvenzverwalter übergeben, aber letztlich werden Gläubiger
entscheiden, ob es irgendwie weitergeht. Es wäre schön, wenn es
wenigstens für einen großen Teil der fast 50 000 Mitarbeiter im In-
und Ausland noch ein Happyend geben würde.
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Datum: 20.01.2012 - 23:42 Uhr
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