ZDF-Politbarometer März I 2012 / Mehrheit hält ver.di-Tarifforderung im Öffentlichen Dienst für

ZDF-Politbarometer März I 2012 /
Mehrheit hält ver.di-Tarifforderung im Öffentlichen Dienst für angemessen - Union verliert - SPD legt zu

ID: 592032
(ots) - In dieser Woche finden Warnstreiks der Beschäftigten
im Öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen statt. Die
Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert im Tarifstreit eine
Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6,5 Prozent, mindestens aber um
200 Euro im Monat. Mit 54 Prozent halten die meisten Befragten diese
Forderung für gerade richtig, 38 Prozent bezeichnen sie als zu hoch
und 5 Prozent als zu niedrig (weiß nicht: 3 Prozent). Die Anhänger
der SPD, der Linken, der Grünen und der Piraten schließen sich
jeweils mehrheitlich dieser Einschätzung an. Von den
CDU/CSU-Anhängern finden 50 Prozent die Forderung zu hoch, 43 Prozent
angemessen und 3 Prozent zu niedrig (weiß nicht: 4 Prozent).

Während es für die kleineren Parteien in der
Politbarometer-Projektion im Vergleich zum Februar keine
Veränderungen gibt, nähern sich Union und SPD jetzt etwas an: Wenn am
nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, hätte die CDU/CSU Einbußen und
käme auf 36 Prozent (minus 1), die SPD könnte auf 30 Prozent (plus 1)
zulegen. Die FDP erreichte unverändert 3 Prozent, und die Linke
bliebe bei 7 Prozent, die Grünen kämen erneut auf 14 Prozent und die
Piraten auf 6 Prozent. Die sonstigen Parteien zusammen erhielten 4
Prozent. Das Verhältnis der Regierungsparteien untereinander wird von
drei Viertel der Befragten als schlecht wahrgenommen: Aktuell
zeichnen 75 Prozent ein negatives Bild von den Beziehungen zwischen
CDU, CSU und FDP, nur 18 Prozent haben einen positiven Eindruck (weiß
nicht: 7 Prozent). Für diejenigen, die das regierungsinterne Klima
als schlecht bezeichnen, liegt die Schuld daran hauptsächlich bei der
FDP (59 Prozent), für 8 Prozent ist vor allem die CDU verantwortlich,
für 5 Prozent die CSU und für 22 Prozent alle gleichermaßen (weiß
nicht: 6 Prozent).

Auch im März steht Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Bewertung


nach Sympathie und Leistung an der Spitze der Liste der zehn
wichtigsten Politikerinnen und Politiker. Auf der Skala von +5 bis -5
erhält sie mit einem Durchschnittswert von 1,9 (Feb.: 1,8) die beste
Bewertung seit gut zwei Jahren. Auf Platz zwei vorgerückt ist
Frank-Walter Steinmeier mit 1,5 (Feb.: 1,4) und ebenfalls 1,5 für
Peer Steinbrück (Feb.: 1,5). Wolfgang Schäuble kommt auf 1,3 (Feb.:
1,4) und Ursula von der Leyen auf 0,7 (Feb.: 0,6). Danach Sigmar
Gabriel mit unveränderten 0,6, Horst Seehofer auch mit 0,6 (Feb.:
0,5) und Claudia Roth mit 0,0 (Feb.: 0,1). Weiter im Negativbereich
bleiben Guido Westerwelle mit minus 1,1 (Feb.: minus 1,0) und Philipp
Rösler mit unveränderten minus 1,2.

Am gestrigen Abend wurde Christian Wulff mit dem Großen
Zapfenstreich als Bundespräsident verabschiedet, was im Vorfeld für
kontroverse Diskussionen sorgte. Nur 23 Prozent finden einen solchen
Abschied richtig, 73 Prozent lehnen den Großen Zapfenstreich für
Christian Wulff ab (weiß nicht: 4 Prozent). Beim Thema
Zusatzleistungen, also Büro, Dienstwagen und Mitarbeiter für den
ehemaligen Bundespräsidenten vertritt der ganz überwiegende Teil der
Befragten (89 Prozent) die Ansicht, Christian Wulff solle diese
Leistungen nicht erhalten, lediglich 10 Prozent sprechen sich dafür
aus (weiß nicht: 1 Prozent).

Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung den Ausstieg aus der
Atomkraft nach einem festen Zeitplan bis zum Jahr 2022 beschlossen.
76 Prozent der Befragten stehen hinter diesem Beschluss, 21 Prozent
halten den Atomausstieg für nicht richtig (weiß nicht: 3 Prozent).
Die Energiewende, also der Ausbau erneuerbarer Energien, schreitet
für 40 Prozent bei uns zu langsam voran, ebenfalls 40 Prozent halten
die Entwicklung für gerade richtig, und 16 Prozent geht sie zu
schnell (weiß nicht: 4 Prozent).

Die von der Bundesregierung beschlossene deutliche Kürzung der
Solarförderung finden 60 Prozent mit Mehrheiten in allen
Parteianhängergruppen falsch, 35 Prozent begrüßen dieses Vorhaben
(weiß nicht: 5 Prozent).

Gespalten ist das Meinungsbild beim Thema Frauenquote. Während
sich gut die Hälfte (51 Prozent) grundsätzlich für die Einführung
einer gesetzlichen Frauenquote ausspricht, um damit mehr Frauen in
Führungspositionen zu bringen, sind 45 Prozent dagegen (weiß nicht: 4
Prozent). Von den Männern befürworten 46 Prozent eine Frauenquote, 51
Prozent lehnen sie ab (weiß nicht: 3 Prozent). Die Frauen sind mit 55
Prozent mehrheitlich dafür, dass in größeren Unternehmen ein
bestimmter Anteil aller Führungspositionen mit Frauen besetzt wird,
40 Prozent halten nichts von der Quote (weiß nicht: 5 Prozent).

In Syrien bekämpft die Regierung mit Waffengewalt seit Monaten
brutal die Opposition. Diskutiert wird deshalb auch darüber, die
Opposition mit Waffen zu beliefern. Zwei Drittel der Deutschen (67
Prozent) sind allerdings dagegen, dass die syrische Opposition vom
Ausland Waffen erhält, 21 Prozent dafür (weiß nicht: 12 Prozent). Die
Umfragen zum Politbarometer wurden wie immer von der Mannheimer
Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der
Zeit vom 6. bis 8. März 2012 bei 1246 zufällig ausgewählten
Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ
für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich
beträgt bei einem Parteianteil von 40 Prozent rund +/- drei
Prozentpunkte und bei einem Parteianteil von 10 Prozent rund +/- zwei
Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 38 Prozent,
SPD: 36 Prozent, FDP: 2 Prozent, Linke: 6 Prozent, Grüne: 12 Prozent,
Piraten: 5 Prozent. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am
Freitag, 30. März 2012. Bereits am 16. März gibt es ein
Politbarometer-Extra zur Landtagswahl im Saarland.

Fotos sind erhältlich über den ZDF-Bilderdienst, Telefon: 06131 -
70-16100, und über http://bilderdienst.zdf.de/presse/politbarometer



Pressekontakt:
ZDF-Pressestelle
Telefon: +49-6131-70-12121
Telefon: +49-6131-70-12120

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  OV: Wulffs letzter Streich

Thema: Verabschiedung aus Präsidentenamt

Von Giorgio Tzimurtas Mayer: Illegale Migration - Griechenland muss endlich handeln
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.03.2012 - 09:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 592032
Anzahl Zeichen: 6505

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Mainz



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 411 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"ZDF-Politbarometer März I 2012 /
Mehrheit hält ver.di-Tarifforderung im Öffentlichen Dienst für angemessen - Union verliert - SPD legt zu
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

ZDF (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Deutscher Filmpreis: Zehn Lolas für ZDF-Koproduktion "In die Sonne schauen" / Zwei Auszeichnungen für ZDF/ARTE-Koproduktion "Gelbe Briefe" ...
Als Bester Spielfilm mit der Lola in Gold wurde die ZDF-Koproduktion "In die Sonne schauen" von Regisseurin Mascha Schilinski am Freitagabend, 29. Mai 2026, beim Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Mit insgesamt zehn Lolas erhielt "In die Sonne schauen" aus der ZDF-Redaktion Das k

ZDFinfo-Programmänderung - Woche 25/26 ...
Woche 25/26 Samstag, 13.06. Bitte Programmänderung beachten: 20.15 Schuld & Sühne mit Paulina Krasa Schüsse aus der Finsternis Deutschland 2023 Schuld & Sühne: Der Mann mit der Maske – entfällt!!! Pressekontakt: ZDF-Kommunikation pressedesk@zdf.de Folgen Sie uns gerne

"Politik ist persönlich": ZDF-Dokumentarfilm über eine Politikerfamilie ...
Die Familie der 1996 geborenen Filmemacherin Indira Geisel ist eine SPD-Dynastie seit mehreren Generationen. Als ihr Vater, der ehemalige Düsseldorfer SPD-Oberbürgermeister Thomas Geisel, im Januar 2024 aus der SPD austritt und stattdessen für das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW)


Weitere Mitteilungen von ZDF


OV: Wulffs letzter Streich Thema: Verabschiedung aus Präsidentenamt Von Giorgio Tzimurtas ...
Soviel dürfte gewiss sein: Der Zapfenstreich als pompöses Abschiedszeremoniell aus dem Amt des Bundespräsidenten - er war Wulffs letzter Streich als Politiker. Als Aufklärer in eigener Sache hatte er eine immer erbärmlichere Figur abgegeben - und so schadete er auch der Würde des höchsten

OV: Waffen für die Rebellen Thema: Die anhaltenden Kämpfe in Syrien Von Dirk Dasenbrock ...
Kofi Annan, der Syrien-Gesandte der Arabischen Liga und der UN, will sich morgen in Damaskus bei seinen Verhandlungen mit dem Regime auf drei Ziele konzentrieren: Ein Ende der Gewalt, Zugang für humanitäre Hilfe und den Beginn eines Prozesses der politischen Lösung. Das ist: Zu wenig - zu s

Westfalen-Blatt: Höhere Entschädigung für ehemalige Heimkinder beschlossen ...
Für die ehemaligen Heimkinder aus Westdeutschland, die ohne Lohn in Industrie und Landwirtschaft gearbeitet haben, ist jetzt eine höhere Entschädigung beschlossen worden. Das bestätigte Katja Laubinger, Pressereferentin im Bundesfamilienministerium, dem WESTFALEN-BLATT. »Für jeden Monat

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum Großen Zapfenstreich ...
Es gibt Leute, die Wulffs offiziellen Abschied im flackernden Fackelschein einfach für unangebracht halten. Der Große Zapfenstreich passe zwar noch in die Zeit, vielleicht, aber nicht zu dem Mann, ganz sicher. Wulff schade - nein, diesmal nicht - dem Amt, sondern, richtig, der Bundeswehr. Zu


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z