"Plusminus" (BR)
am Mittwoch, 14. März 2012, um 21.45 Uhr
ID: 593530
Die Themen:
Brandschutz - wie in Krankenhäusern geschlampt wird 723 Brände im
Zeitraum von zehn Jahren in deutschen Krankenhäusern - eine
erschreckende Bilanz. Rein statistisch heißt das: Es brennt alle fünf
Tage. Das Problem: Viele Patienten können sich nicht selbst retten,
sind auf Personal und perfekten Brandschutz angewiesen. Doch genau da
krankt es. Verstellte Fluchtwege, fehlende Brandmelder, in vielen
älteren Kliniken ist der Brandschutz mangelhaft. Woran liegt das? Es
gibt keine einheitlichen Brandschutzvorschriften in Deutschland und
auch in den Landesbauordnungen sind für Krankenhäuser, das sind
sogenannte Sonderbauten, keine Mindeststandards festgelegt. Die
Sanierung von Bestandsgebäuden ist teuer und so bleibt ein effektiver
Brandschutz häufig auf der Strecke. Doch im Brandfall zählt jede
Sekunde. "Plusminus" hat den Test gemacht und eine handelsübliche
Schaumstoffmatratze, wie sie in der Regel in Krankenhäusern zu finden
ist, mit einem Teelicht entzündet. Sie brennt rasend schnell und
entwickelt spätestens nach drei Minuten so viel giftige Rauchgase,
von denen zwei Atemzüge reichen, um bewusstlos zu werden.
Schmuggel per Schiff
Der Schmuggel von Waffen, Drogen, Piraterie-Ware: Meist
transportieren Containerschiffe die illegale Fracht. Plusminus deckt
auf: Noch fehlt eine weltweit koordinierte Risikoanalyse, um
verdächtige Container frühzeitig zu identifizieren. Außerdem
erleichtern laxe Transitbestimmungen den Kriminellen das Verschieben
ihrer heißen Ware. Auffällig häufig sind Schiffe, die sich in
deutschem Besitz befinden, involviert. Um eine effektive Bekämpfung
sicherzustellen, werden jetzt Rufe nach der Verantwortung der
Transporteure laut.
Familienpflegezeit: Gut gemeint, aber im Praxistest durchgefallen
Es sollte eine große Entlastung für berufstätige pflegende Angehörige
werden: das Familienpflegezeitgesetz. Seit Anfang des Jahres ist es
in Kraft. Pflegende Angehörige können danach beruflich kürzer treten,
um ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu Haus zu versorgen. Doch
das neue Gesetz hat mehrere Haken. "Plusminus" überprüft die
Familienpflegezeit und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen. Von der
versprochenen Entlastung und Unterstützung haben die meisten
Betroffenen überhaupt nichts.
Inflationsgefahr - Welche Strategie hat die EZB? Damit sich die
überschuldeten Euro-Staaten und ihre Banken mit genügend Geld
versorgen können, flutet die Europäische Zentralbank (EZB) unter
ihrem neuen Chef Mario Draghi die Märkte mit Geld. Das heißt konkret,
die EZB hat in den vergangenen Wochen zusätzlich über eine Billion
Euro an Banken verliehen zu einem derzeit sehr niedrigen Zinssatz von
einem Prozent. Und der Plan scheint aufzugehen. Doch so viel Geld
kann zu Inflation führen. Der Chef der Bundesbank Jens Weidmann
warnte bereits vor allzu großer Freigiebigkeit der EZB. Doch wer hat
Recht? Kann man die Krise bekämpfen und den Geldwert stabil halten?
Oder droht uns unweigerlich Inflation?
Pressekontakt:
Redaktion: Carl Hermann Diekmann
Kontakt:
Wirtschaftsredaktion BR Fernsehen
Tel.: 089/3806-5850
Fax: 089/3806-7638
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Datum: 12.03.2012 - 14:09 Uhr
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