Neue OZ: Kommentar zu Miet- / Nebenkosten
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Wie Deutschland wohnt, ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Es
zeigt soziale Probleme, aber auch Chancen für ein zufriedenes Leben.
Zunächst vermitteln die neuen Zahlen der Haushaltsbefragung einen
Status quo: Im Schnitt kostet die Menschen in der Republik die
Kaltmiete ihrer Wohnung knapp ein Viertel ihres Nettoeinkommens.
Dieser Anteil ist konstant geblieben; so viel Geld sollte einem so
etwas Wesentliches wie Wohnen auch allemal wert sein.
Die grobe Betrachtung kann jedoch nicht verschleiern, dass die
Mieten, insbesondere die Nebenkosten, steigen. Das trifft
Geringverdiener, Alleinerziehende und Rentner deutlich härter als
andere Bevölkerungsgruppen. Bei ihnen liegt die Mietbelastung schnell
bei einem Drittel und mehr. Dieser Befund fällt in Großstädten noch
prekärer aus. In urbanen Zentren herrscht ein Mangel an bezahlbaren
Wohnungen. Die Förderung des Wohnungsbaus in diesem Bereich gehört
zwingend stärker auf die politische Agenda.
Positiv ist der Trend zur Eigentumswohnung. Auf lange Sicht
rechnet die sich oft. Sie ist aber auch ein Bekenntnis zum
Lebensmittelpunkt - als Kontrapunkt zur Flexibilität, die jüngeren
Arbeitnehmern abverlangt wird. Die Verwurzelung entspricht dem
Prinzip, global zu denken und lokal zu handeln. Einerseits reisen die
Menschen und nutzen das Internet als Begleiter im Alltag und Beruf.
Andererseits richten sie sich an einem Ort ein, fühlen sich dort wohl
und finden Stabilität.
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Datum: 15.03.2012 - 22:00 Uhr
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