Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Musik / Echo
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In Woody Allens Komödie "Celebrity" gibt es eine schöne Szene, die
hinter den Kulissen einer Talkshow spielt: Da treffen sich Neonazis
und Rabbis nach dem hasserfüllten TV-Gefecht am Buffet und machen
freundliche Witze. Fernsehen ist eben immer nur Show; am Ende sind
alle Kollegen.
Beim Echo geht es ganz genauso zu. Hier klopft sich die
Musikindustrie für den eigenen Erfolg auf die Schulter. Und es spielt
keine Rolle, um was es eigentlich geht. Am Donnerstag vereint die ARD
vom Schockrocker bis zur Schnulzenkönigin alles in einem Format: Erst
kommt Rammstein, eine Band, die ihre Fans mit indizierten
Inzestfantasien erfreut. Später gibt's dann vielleicht einen Preis
für Helene Fischers Schlager. Ist doch egal, ob das passt. Es geht ja
nur ums Kasse-Machen.
Hut ab vor dieser Gleichgültigkeit gegenüber Inhalten! Mit der
Show hat das Erste schon jetzt beste Chancen auf den Bambi für die
profilierteste Programmgestaltung.
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Datum: 19.03.2012 - 22:00 Uhr
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Kategorie:
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