Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Rentenreform

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(ots) - Die Deutschen sollen länger arbeiten. Die
schrittweise Einführung der Rente mit 67 greift erstmals in diesem
Jahr, großzügige Altersteilzeitregelungen gibt es nicht mehr. Während
sich die Arbeitnehmer noch mühen, sich mit den Folgen des
demographischen Wandels abzufinden, scheint die Regierung eine Rolle
rückwärts zu vollführen: Frührentner sollen künftig deutlich mehr als
die bisher erlaubten 400 Euro pro Monat verdienen dürfen. Was
widersprüchlich erscheint, ist in Wirklichkeit eine weitere Reaktion
auf die Alterung der Gesellschaft. Attraktiv ist der Zuverdienst im
Ruhestand vor allem für Fach- und Führungskräfte, die sich die
vorgezogene Rente dank hoher Ansprüche und häufig vorhandener
Zusatzversorgung eher leisten könnten als Kleinverdiener. Den
Arbeitgebern wird es künftig leichter fallen, solche Experten weiter
im Betrieb zu halten - und sei es nur tage- oder wochenweise. Otto
Normalrentner aber sollte es sich dreimal überlegen, ob er die neuen
Möglichkeiten nutzt. Der Job im Rentenalter ist keineswegs gewiss -
die Rentenkürzung beim vorgezogenen Ruhestand aber ist unumkehrbar.



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Telefon: 0521 - 585261



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PETER STUCKHARD Westdeutsche Zeitung: Geldsorgen als Wahlkampfthema 
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Datum: 20.03.2012 - 20:15 Uhr
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