WAZ: Es friert, wenn Rösler menschelt. Kommentar von Stefan Schulte
ID: 607168
Das grausame Geschacher der Bundesländer um das Schicksal tausender
Frauen sprengt jedes Vorstellungsvermögen demokratischer Untiefen. Am
Ende senkten drei Landesminister mit FDP-Parteibuch den Daumen. Dass
die ganze Republik auf sie schaute, muss sehr erhebend gewesen sein.
Dabei lässt sich trefflich über Sinn und Unsinn von
Transfergesellschaften streiten. Die einen sehen sie als Chance für
die Betroffenen, die anderen als Privileg für Großunternehmen, das
kleinen Pleitiers verwehrt bleibt. Beide Positionen lassen sich
vertreten. Was sich nicht vertreten lässt, sind
Scharfrichter-Gebärden von Randfiguren. Die liberalen Minister in
Niedersachsen und Sachsen wussten, dass sie für die große Mehrheit in
NRW und Süddeutschland mitentscheiden. Ihre Macht entsprang allein
dem Zwang der Länder zur Einstimmigkeit. So brutal, so falsch kann
Föderalismus sein. Wie man all das noch schlimmer machen kann, bewies
FDP-Chef Rösler. Er hätte die Marktwirtschaft hochhalten können,
hätte gegen falsche Subventionen und für Chancengleichheit des
Mittelstands zu Felde ziehen können. Stattdessen trat er erst nach
und bewarb sich anschließend um das Unwort des Jahres 2012. Sie
sollten "schnellstmöglich eine Anschlussverwendung finden", riet er
den Frauen. So kalt klang Anteilnahme noch nie.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.03.2012 - 19:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 607168
Anzahl Zeichen: 1658
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 288 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Es friert, wenn Rösler menschelt. Kommentar von Stefan Schulte"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
HAMBURGER ABENDBLATT: Inlandspresse, Hamburger Abendblatt zu Deutschland-Anleihen ...
Ein Kommentar von Matthias Iken Clever ist Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) zweifellos: Sein jüngster Vorstoß, gemeinsame Anleihen von Bund und Ländern aufzulegen, kommt zum perfekten Zeitpunkt. Angela Merkel ringt um die Zustimmung zum Fiskalpakt und benötigt die Unterstützung d
Märkische Oderzeitung: Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder) zu Schlecker ...
Ob in dem halben Jahr einer Auffanggesellschaft Qualifizierungen hätten erworben werden können, die die Arbeitsmarktchancen, die so schlecht gar nicht sein sollen, noch einmal verbessert hätten, sei dahingestellt. Zweifel sind angebracht. Es wäre aber ein Zeichen für die von Arbeitslosigkei
tz München: Bilanz der BayernLB: Kein Geld für den Freistaat ...
Neues von der Landesbank hört der Bayer ungern, meist geht's um unangenehme Überraschungen. Gestern war es die Verlustmeldung der ungarischen Tochter MKB: Wieder gut eine halbe Milliarde in den Wind geschrieben. Vorstand Gerhard Häusler will die Bank jetzt gesundschrumpfen, nur noch besc
Sabine Zimmermann: Union und FDP schicken 10.000 Schlecker-Beschäftigte direkt in die Arbeitslosigkeit ...
"Die schwarz-gelbe Blockade der Bürgschaft für die Transfergesellschaft ist ein Anschlag auf die Schlecker-Beschäftigten. Union und FDP in Bund und Ländern haben gezeigt, dass ihnen Frauenarbeitsplätze im Dienstleistungssektor nichts wert sind. Die Beschäftigten werden direkt auf eine




