Betreuungsgeld ist teurer Unsinn
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Betreuungsgeld ist teurer Unsinn
"Das Betreuungsgeld ist nicht nur eine familienpolitische Fehlkonstruktion, es zeigt auch, dass die Betreuung und Erziehung von Kindern in Deutschland nach wie vor als Privatsache der Eltern und nicht als gemeinschaftliche Aufgabe verstanden wird, an der Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer teilhaben", erklärt Diana Golze, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum andauernden Koalitionsstreit um die Einführung eines Betreuungsgeldes im Sommer 2013. Golze weiter:
"Wie schlecht es um die öffentliche Verantwortung für das Aufwachsen unserer Kinder steht, verdeutlicht das eklatante Missverhältnis, in dem die Ausgaben für den Kita-Ausbau und die für das geplante Betreuungsgeld stehen. Während der Bund im Jahr 2007 einmalig vier Milliarden Euro in die Hand genommen hat, um den Aus- bzw. Aufbau der öffentlichen Kindertagesbetreuung für unter 3-Jährige voranzubringen, will sich die Bundesregierung beim Betreuungsgeld großzügiger zeigen und damit Kinder von genau diesen geförderten Einrichtungen fernhalten. Mit zwei Milliarden Euro jährlich wird das Betreuungsgeld nicht nur teurer als geplant, es gerät mehr und mehr zum Lückenfüller für fehlende Kitaplätze.
Statt Jahr für Jahr mit zwei Milliarden Euro die Erwerbstätigkeit von Frauen zu verhindern und Kinder von Bildungsangeboten fernzuhalten, sollten diese Mittel dort eingesetzt werden, wo sie dringend gebraucht werden und in jeder Hinsicht nachhaltig wirken: in den Kitas. Die sind bildungspolitisch wertvoll, familienpolitisch zeitgemäß und arbeitsmarktpolitisch dringend notwendig. Aber das scheint weder der Kanzlerin noch der CSU einleuchten zu wollen."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 03.04.2012 - 12:45 Uhr
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