Mitteldeutsche Zeitung: Piratenpartei
Kritik an Umgang mit umstrittenen Parteimitglied
ID: 618696
Heinz Bierbaum, hat den Umgang der Piratenpartei mit dem umstrittenen
Parteimitglied Bodo Thiesen kritisiert. "Wir sind erstaunt", sagte er
der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung"
(Online-Ausgabe). "Wer Verständnis für Holocaustleugner zeigt und die
deutsche Schuld am Zweiten Weltkrieg verneint, der bewegt sich nicht
auf dem Boden der Meinungsfreiheit, sondern im braunen Sumpf. So
jemand hätte bei uns nichts verloren." Der grüne
Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck erklärte: "Gegen Bodo Thiesen
erscheinen die antisemitischen Aussagen von Martin Hohmann und
geschichtlichen Relativierungsversuche von Erika Steinbach wie
Peanuts." Der Parteivorsitzende Sebastian Nerz dürfe deshalb "nicht
daherblubbern", sondern müsse handeln, mahnte er. Hohmann war aus der
CDU ausgeschlossen worden. Steinbach geriet mehrfach unter Druck, ist
aber weiter Mitglied. Thiesen hatte mit umstrittenen Äußerungen zur
deutschen Vergangenheit für Aufsehen gesorgt. So hatte er 2008
betont: "Wenn Polen Deutschland den Krieg erklärt hat (und das hat
Polen indirekt durch die Generalmobilmachung), dann hatte Deutschland
jede Legitimation, Polen anzugreifen." Außerdem schrieb er: "Bis vor
einigen Monaten glaubte ich auch, dass diejenigen, die Auschwitz
leugnen, einfach nur pubertäre Spinner sind." Das sehe er
mittlerweile anders. Das Bundesschiedsgericht der Piratenpartei
entschied am Dienstag dennoch, dass Thiesen nicht ausgeschlossen
werden könne, weil er bereits offiziell gerügt worden sei.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.04.2012 - 09:39 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 618696
Anzahl Zeichen: 1851
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Halle
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 223 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Mitteldeutsche Zeitung: Piratenpartei
Kritik an Umgang mit umstrittenen Parteimitglied"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Mitteldeutsche Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mögliche Fehler und Versäumnisse beim Schutz des Magdeburger Weihnachtsmarktes könnten die Stadt Magdeburg finanziell teuer zu stehen kommen. Der Magdeburger Rechtsanwalt Thomas Klaus, der rund 100 Opfer des Anschlags vom Dezember 2024 vertritt, rechnet mit Schadensersatzklagen gegen die Kommune.
Neue Grundsteuer setzt Kommunen in Sachsen-Anhalt finanziell unter Druck ...
Die neue Grundsteuer bringt Sachsen-Anhalts Kommunen bislang weniger Einnahmen als vor der Reform. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Donnerstagausgabe). Nach Angaben des Städte- und Gemeindebundes sanken die Einnahmen bei der Grundsteuer A um 1,7 Millionen Euro und bei
AfD-Kandidat hat Ärger mit Arbeitgeber: Dienstpflichten verletzt? ...
Gegen den AfD-Kandidaten für das Amt des Landrates im Saalekreis (Sachsen-Anhalt), Uwe Arendt, hat die Polizei-Inspektion Halle disziplinarische Ermittlungen eingeleitet. Der 58-jährige Kriminalhauptkommissar soll während einer mehrmonatigen Krankschreibung gegen seine Pflichten als Beamter verst
Weitere Mitteilungen von Mitteldeutsche Zeitung
Neue Westfälische (Bielefeld): CDU lehnt höhere Dieselsteuer ab ...
Die CDU/CSU-Fraktion hat sich klar gegen die Brüsseler Energierichtlinie positioniert, die am Donnerstag im EU-Parlament abgestimmt werden soll. Danach soll die Mindestbesteuerung für Diesel aus umweltpolitischen Gründen in den nächsten Jahren erheblich steigen. Thomas Bareiß, Energieexpert
Neue Westfälische (Bielefeld): Dioxin-Eier: NRW-Umweltminister Remmel will Verbraucher besser schützen ...
Das Land Nordrhein-Westfalen will aus dem neuerlichen Skandal um Dioxin-Eier Konsequenzen ziehen und die Schutzmaßnahmen für Verbraucher erhöhen. Die Nahrungsmittelindustrie sei ihren Verpflichtungen offenbar nicht nachgekommen, sagte Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) der in
Saarbrücker Zeitung: Union erwägt Autofahren mit 16 ...
In der Union gibt es offenbar Pläne, den Führerschein mit 16 einzuführen. Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Mittwoch) berichtet, sollen Jugendliche dann aber nicht schneller als 80 Stundenkilometer mit dem Auto fahren dürfen. Der Vorschlag soll demnach mit in das neue Programm der CD
Mitteldeutsche Zeitung: Fraktions-Wechsel Linken-Abgeordnete wechselt Fraktion wegen Bildungspolitik: "Realitätsnähe finde ich mehr bei der CDU" ...
Die bisherige Linken-Abgeordnete Edwina Koch-Kupfer verbindet ihren Wechsel in die CDU-Landtagsfraktion mit Kritik an ihrer bisherigen Fraktion: "Die Menschen vor Ort erwarten von der Politik Lösungen für ihre Probleme und Realitätsnähe. Realitätsnähe finde ich mehr bei der CDU",




