Welcher Fisch darf auf den Teller? / Greenpeace stellt neuen Einkaufsratgeber für Speisefische vor
ID: 618836
Bedenken Karpfen und Forelle essen; auf Aal und Rotbarsch sollten sie
hingegen verzichten. Dies empfiehlt Greenpeace in der neuen Ausgabe
des Einkaufsratgebers für Speisefische. Die unabhängige
Umweltschutzorganisation bewertet darin rund 80 Arten, aufgeteilt in
380 Wild-Fischereien und Aquakulturen, hinsichtlich ihrer Gefährdung.
"Die Überfischung der Meere ist nach wie vor weltweit dramatisch",
sagt Iris Menn, Meeres-Expertin von Greenpeace. "Die Politik schafft
es bisher nicht, sich gegen die wirtschaftlichen Interessen der
Fischindustrie durchzusetzen. Daher spielen engagierte Verbraucher
eine wichtige Rolle. Sie können mit ihrem Kauf dem Handel und der
Politik zeigen, dass sie ein umweltfreundliches Fischangebot
möchten."
Genauer hinschauen sollte der Käufer beispielsweise bei Kabeljau,
Hering oder Lachs. Diese sind nur eingeschränkt zu empfehlen. Um die
richtige Wahl zu treffen, genügt der Blick auf die Kennzeichnung der
Supermarktverpackung. Diese Angaben kann der Verbraucher im
Fischratgeber nachschlagen. Handlich im Scheckkartenformat zeigt der
Ratgeber auf einen Blick, ob der Fisch aus einer nachhaltigen
Fischerei stammt und somit auf den Teller darf. Die
Greenpeace-Bewertung berücksichtigt neben dem Gesundheitszustand der
Fischbestände auch die Umweltauswirkungen der Fangmethoden. Neu in
diesem Jahr ist ein ergänzendes Heft mit Erläuterungen. Ebenso
veröffentlicht Greenpeace heute Bildungsmaterial zum Meeresschutz für
die Schule.
EU-Fischereipolitik: Einmischung von Verbrauchern wichtig
Wesentlich für die Zukunft der Fischbestände sind auch die
aktuellen politischen Entscheidungen: Die Europäische Kommission
verhandelt dieses Jahr über eine neue Gemeinsame Fischereipolitik.
Die Debatte zeigt, wie notwendig die Unterstützung von Verbrauchern
und dem Lebensmittelhandel für den Schutz der Fischbestände ist. In
den vergangenen Monaten ist es den Fischereiministern nicht gelungen,
das Kernproblem der EU-Fischereipolitik - die zu große Fangkapazität
der EU-Fischereiflotte - anzugehen. Auch die deutsche Regierung zeigt
zu wenig Engagement.
Dabei richtet die Überkapazität der EU-Fangflotte auch massiv
außerhalb Europas Schaden an. Greenpeace hat in den vergangenen zwei
Monaten mit einer Kontrollfahrt vor der Küste Westafrikas die
Ausbeutung der Gewässer durch die europäischen Fischereiflotten
aufgedeckt. "Wir konnten dokumentieren, wie dominant die
europäischen Trawler in den Fischgründen vor Westafrika unterwegs
sind", sagt Menn. Auch Schiffe unter deutscher Flagge gehen in den
Gewässern der armen Küstenländer auf Beutezug. "Damit trägt
Deutschland eine Mitschuld an der Ausbeutung der afrikanischen
Fischgründe", so Menn. Greenpeace fordert, dass Deutschland seiner
Verantwortung für eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige
Fischerei gerecht werden muss. "Die EU muss die Fangkapazitäten
dringend reduzieren und den Meeren die nötige Pause verschaffen. Nur
so können sich die bedrohten Fischbestände erholen", sagt Menn.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Dr. Iris Menn, Tel.
0171-888 0023. Fotos erhalten Sie unter Tel. 040-30618-376,
TV-Material zum Download vom FTP-Server (Verbrauchertipps,
Schiffstour vor Westafrika, Protestaktionen in Deutschland) unter
Tel. 040-30618-375. Den Fischratgeber erhalten Sie kostenlos bei
Greenpeace unter Tel. 040-30618-120. Download unter:
www.greenpeace.de/themen/meere/fischerei.
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Datum: 18.04.2012 - 10:45 Uhr
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