Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Landtagswahlen
ID: 631658
unentschlossen, wem er seine Stimme geben soll, und der Vorsprung von
Rot-Grün wird knapper. Nimmt man beides zusammen, hat
Nordrhein-Westfalen allen Grund, mit Spannung auf die Landtagswahl in
Schleswig-Holstein zu schauen. Egal, wie die Wahl an der Förde
ausgeht, ist schon jetzt klar, dass alles oder nichts aus dem
Ergebnis abgeleitet werden wird - je nachdem, wie die einzelnen
Parteien abschneiden. Natürlich sind Prozentzahlen und Trends nicht
einfach von dem einen auf das andere Bundesland übertragbar. Doch
gibt es mehr als nur einen zeitlichen Zusammenhang: Immerhin finden
beide Landtagswahlen in der gleichen politischen Großwetterlage
statt. Zudem ist der Abstand von einer Woche so kurz, dass selbst
politisch weniger interessierte Nordrhein-Westfalen sich der
Ergebnisse von Schleswig-Holstein noch werden erinnern können, wenn
sie ihre Kreuzchen machen. Nordrhein-Westfalen stimmt in besonderer
Stimmung ab. Parteien und Kandidaten zwischen Rhein und Weser hoffen
auf Rückenwind von der Küste, doch ab Sonntagabend wird einigen von
ihnen der Wind eher kräftig ins Gesicht wehen. Euphorie oder
Ernüchterung - diese Gefühlslagen werden die letzte Wahlkampfwoche in
NRW prägen. Drei Fragen sind es, die in Düsseldorf mit Blick auf Kiel
besonders interessieren: Reicht es für ein rot-grünes
Regierungsbündnis? Schafft die FDP den Wiedereinzug in den Landtag?
Auf welchen Stimmenanteil trägt der Höhenflug die Piratenpartei? Zur
letzten Frage zuerst: Je besser die Piraten in Schleswig-Holstein
abschneiden, umso besser sind ihre Aussichten, auch in NRW ein gutes
Ergebnis zu erzielen. Nichts ist schließlich erfolgreicher als der
Erfolg. Erst recht für eine Partei, von der - samt ihrer selbst -
immer noch niemand so recht weiß, was sie will. Die Prognose: Der
Hype hält an, die Piraten ziehen in den Kieler Landtag und steuern
schnurstracks in Richtung Düsseldorf weiter. Comeback statt Knockout
lautet die Weissagung für die FDP. Die Liberalen um den schillernden
Spitzenkandidaten Wolfgang Kubicki schaffen überraschend klar den
Wiedereinzug in den Landtag und bereiten so Christian Lindner, dem
neuen FDP-Hoffnungsträger in Nordrhein-Westfalen und wohl auch
darüber hinaus, den Boden. Piraten erstmals drin, FDP wieder drin -
bliebe die Frage nach Rot-Grün. Lange Zeit als die unumstößliche neue
Regierungskonstellation gehandelt, wird es für dieses Zweierbündnis
in Schleswig-Holstein nicht reichen. SPD-Spitzenmann Torsten Albig
muss froh sein, wenn er mit Hilfe des SSW eine Dänen-Ampel zustande
bringt. Gut möglich aber auch, dass es am Ende doch auf eine Große
Koalition hinausläuft. Kommt's so, hat auch Nordrhein-Westfalen ein
neues Thema - mindestens eine Woche lang.
Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.05.2012 - 20:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 631658
Anzahl Zeichen: 3171
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 217 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Landtagswahlen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalen-Blatt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der international renommierte Jazz-Trompeter Till Brönner befürchtet, dass Politik und Gesellschaft nichts aus der Zeit der Corona-Pandemie gelernt haben. "Das Erste, was wir tun, wenn es eng wird, ist ausgerechnet unsere DNA, nämlich die Kultur- und die Veranstaltungsbranche und die, die un
34 Polizeischüsse: Autofahrer gelähmt, Ermittlungen eingestellt ...
Die 34 Schüsse, die Polizisten vor zwei Jahren in Bad Salzuflen auf einen Audi und seinen Fahrer (19) abgegeben hatten, bleiben ohne strafrechtliche Folgen - es wird keinen Prozess geben. Die Staatsanwaltschaft Detmold hat nach WESTFALEN-BLATT-Informationen das Verfahren gegen die beiden Herforder
NRW: Polizei überwacht afghanischen Sexualtäter ...
Im Kreis Herford (NRW) wird ein afghanischer Sexualstraftäter in Absprache mit dem Landeskriminalamt "engmaschig" von der Polizei überwacht. Der 24-Jährige, der als rückfallgefährdet gilt, hatte nach einer Sexualtat eine Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verbüßt und war in
Weitere Mitteilungen von Westfalen-Blatt
WAZ:Übergriffe auf Gotteshäuser ächten. Kommentar von Daniel Freudenreich ...
Der Zentralrat der Muslime hat Recht, wenn er gegen Pro NRW vorgeht. Denn wo Ressentiments gegen Ausländer und Andersgläubige genährt werden, ist der Weg zu tatsächlichen Übergriffen nicht allzu fern. So ist die Anzahl der islamfeindlichen Straftaten gegen Moscheen und Religionsstätten ers
"DER STANDARD"-Kommentar: "Anleitung zur Anstandslosigkeit" von Michael Völker ...
Es geht um Anstand. Den sollen ÖVP-Funktionäre künftig pauken, in eigenen Ethik-Seminaren. Wer nicht folgt, der wird gerügt. Dann ermahnt. Im Ernst. Es fällt schwer, sich über den Verhaltenskodex, den ÖVP-Chef Michael Spindelegger am Freitag in Grundzügen vorgestellt hat, nicht lustig zu mac
WAZ: Steinmeier lehnt Totalboykott der Fußball-EM in der Ukraine ab ...
Der SPD-Fraktionschef im Bundestag, Frank-Walter Steinmeier, lehnt einen Totalboykott der Fußballeuropameisterschaft in der Ukraine strikt ab. In einem Interview mit den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe sagte er: "Die sportlichen Wettbewerbe sollten nicht in den Dienst der Politik gestellt we
WAZ: 219 politisch motivierte, islamfeindliche Straftaten gegen Religionsstätten und Moscheen binnen zehn Jahren ...
Zwischen 2001 und 2011 hat es in Deutschland mindestens 219 politisch motivierte, islamfeindliche Straftaten gegen Religionsstätten und Moscheen gegeben, darunter allein 83 in Nordrhein-Westfalen. 156 davon haben aus Sicht der Landeskriminalämter einen rechtsextremen Hintergrund. Dies geht aus




