Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Niebel: Imageschaden
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das Verhalten ihres Ministers zu entschuldigen sucht, bedeutet, dass
Dirk Niebel vorgehabt hätte, seinen privat erworbenen Teppich zu
verzollen. Das aber weiß niemand; die Tatsache, dass der
Privateinkauf auf Regierungskosten transportiert wurde, lässt eher
das Gegenteil vermuten. Otto Normalverbraucher müsste für einen neun
Quadratmeter großen Teppich im Fluggepäck Aufpreis zahlen -
Einfuhrzoll ebenso. Wobei der finanzielle Schaden keine Rolle spielt.
Schädlich ist die Denkweise, die hinter Niebels "Versäumnis" steckt -
die Vorstellung einer bestimmten Art von Politiker, machen zu können,
was sie wollen, einfach, weil sie es können. Und weil es ohnehin
keiner mitbekommt. Es ist dieser Irrglaube, der Christian Wulff das
höchste Amt im Staat gekostet hat. Es ist dieses Agieren, das die
Menschen an der Glaubwürdigkeit von Politikern zweifeln lässt. Mit
der steht es ohnehin nicht zum Besten. Autor: Christian Kucznierz
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Datum: 08.06.2012 - 22:41 Uhr
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